RdB – grenzenlos gute Unterhaltung

Datum: 07.06.17

„No Limits“ – unter diesem Titel präsentierten Deutschlands beste Showgruppen ihr Können gleich zwei Mal im Berliner CityCube. Die Gala Rendezvous der Besten zählt zu den ganz besonderen Höhepunkten des Turnfests. Die Athletinnen und Athleten begeisterten mit faszinierenden Akrobatikkünsten und entführten ihr Publikum in fremde oder bekannte Welten.

Limits, also Grenzen, kennen die Gruppen auch bei der Gestaltung ihrer Übungen nur wenige. Das akrobatische Können kann eines dieser Limits sein, aber auch die Größe der Bodenfläche, die 14 x 14 Meter beträgt. Eine Vorführung sollte zwischen vier und sechs Minuten andauern, mindestens acht Personen müssen performen. In vielerlei Hinsicht sind den Gruppen allerdings keine Grenzen gesetzt: Sie dürfen jegliche Geräte und Kulissen verwenden, etwa Stufenbarren, Trampoline oder Rhönräder.

Erst am Montag hatten die Gruppen sich im Bundesfinale für die Teilnahme an den Galen um 16 und 20 Uhr qualifiziert. Sie dürfen sich ab sofort offiziell DTB-Showgruppe nennen. Der CityCube der Berliner Messe war beinahe voll besetzt als die Cosmic Artists die Gala mit einem beeindruckenden Wipp-Akt eröffneten. Anschließend folgte die erste DTB-Showgruppe: Das Team „Danza“ des KF Esslingen präsentierte „Insomnia“, eine Show bei der das Publikum garantiert kein Auge zugetan hat.

Den Gruppen gelingt es, regelrechte Fantasiewelten aufzubauen und eine Geschichte zu erzählen. Der Showturngruppe des STTV Berne meisterte diese Aufgabe besonders eindrucksvoll: In „Cat on fire“ ist die Katze einer alten Dame auf einen Baum geklettert und traut sich nicht mehr herunter. In einer spektakulären und humorvollen Reck-Show rückt die Feuerwehr an, um die Katze zu retten.

Doch der Weg zu einer solchen Vorführung ist hart: Das Austüfteln der Choreografie, das Entscheiden über die Kostüme und Kulissen sowie unzählige Trainingsstunden führen zu fünf Minuten Showvorführung auf Höchstniveau.

Mit atemberaubenden Stunts, farbenfrohen Kostümen und ausgefeilten Choreografien begeisterten die 14 DTB-Showgruppen. Die „Fliegenden Homberger“ des Homberger Turnvereins nahmen das Publikum mit in die dunklen Nächte Asiens, verkleidet als Drachen schlichen sie zunächst durch die Ränge und erschreckten die Besucherinnen und Besucher, bevor sie auf der Bodenfläche mit ihrer Choreografie loslegten. Dabei bewiesen sie sich als wahre Meister des Pyramidenbauens und  Hebefiguren. Die „Showgruppe In Motion“ der SFN Vechta gewährte einen Einblick in den griechischen Olymp und  zeigte, welche Mächte dort walteten. Der Göttervater Zeus schien höchst erbost über das Benehmen seiner Götter, natürlich hatte auch Amor seine Finger, bzw. seine Pfeile, mit im Spiel und sorgte für verliebte Blicke zwischen den Göttern und Göttinnen. Etwas alltagsnaher hingegen die Vorführung der „Dancin‘ Midis“ des TV Eikamp. Sie befassten sich mit dem Zustand ihrer Gastronomieküche und feuerten rigoros ihren Chefkoch.

Ein Limit gab es beim Galaabend „Rendezvous der Besten“ dann allerdings doch: die Uhr. Nach rund zwei Stunden war das Spektakel vorüber, die Spotlights gingen aus, das große Licht an und das Publikum hinaus, um weitere spannende Aspekte des Turnfests zu entdecken.