Ernährung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ist die Traumfigur nicht das oberste Ziel. Der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol fällt dem Kind zuliebe oft leicht, doch wie sieht es mit den Essgewohnheiten aus?

Über die Nabelschnur enthält das Baby Sauerstoff und Nahrung aus dem mütterlichen Blut. Sie müssen daher sprichwörtlich für zwei essen – das gilt jedoch nur für Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße. Große Kalorienzuschläge sind nicht angebracht. Nur rund 250 kcal/Tag werden zusätzlich benötigt. Generell gilt, dass Schwangere den Mehrbedarf an Nährstoffen mit normalen Lebensmitteln decken können - bis auf zwei Ausnahmen: Folsäure und Jod. Diese sollten in Absprache mit dem Arzt ergänzt werden.

Öfters kleine Mahlzeiten

Die Verteilung der Energie auf fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten ermöglicht eine gleichmäßige Nährstoffversorgung für Sie und Ihr Kind. Darüber hinaus lassen sich dadurch typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Morgenübelkeit oder Völlegefühl lindern. Wer morgens unter Übelkeit leidet, sollte schon vor dem Aufstehen die erste kleine Mahlzeit zu sich nehmen, z.B. eine Scheibe Knäckebrot oder Zwieback. Planen Sie für das folgende Frühstück ausreichend Zeit ein, um die über Nachtgeleerten Energiespeicher wieder aufzufüllen.

Getreide, als Müsli oder Brot, ist reich an B-Vitaminen und verschiedenen Mineralstoffen wie Magnesium oder Zink. Die Ballaststoffe regen die Verdauung auf natürliche Weise an. Milchprodukte sind gut für die Kalziumversorgung. Gemüse und Obststücke runden das Frühstück ab und dienen als kleine Zwischenmahlzeit. Eine warme Mahlzeit täglich ist sinnvoll, da sie meist eine größere Vielfalt an Lebensmitteln enthält. Eine abwechslungsreiche Zusammenstellung aus Gemüse oder Salat, Kartoffeln, Nudeln oder Reis sowie Fleisch oder Fisch stellt die Versorgung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen sicher.