Wassersport

Wasser wird vom Menschen nicht nur zum Trinken und Waschen benutzt. Man kann mit, unter oder auf dem kühlen Nass jede Menge Sport treiben. Während der Olympischen Sommerspiele werden im Kanusport, Rudern, Segeln, Schwimmen, Turmspringen, Synchronschwimmen und im Wasserball Medaillen verteilt. Doch auch die nicht olympischen Sportarten erfreuen sich einer hohen Beliebtheit, allen voran Tauchen, Surfen oder Wasserski fahren. Ein anderer großer Zweig ist der Gesundheitssport, der immer öfter im Wasser stattfindet. Wir wollen Ihnen hier die interessantesten, nicht olympischen Sportarten einmal vorstellen.

Gesundheitssport

Warum eigentlich im Wasser?
Für den Gesundheitsbereich bietet sich der Sport im Wasser besonders an, da er in unterschiedlichster Weise auf den Körper wirkt. Zunächst zeichnet sich der Sport im Wasser durch seine starke Entlastung der Gelenke und ein geringes Verletzungsrisiko aus. Außerdem kann sich die Atemmuskulatur verbessern, da man beim Einatmen permanent gegen den Wasserdruck arbeitet. Der Druck des Wassers kann während des Aufenthalts im kühlen Nass zudem eine verbesserte Blutzirkulation bewirken.

Aqua-Jogging
Beim Aqua-Jogging wird durch unterschiedliche Formen des Laufens im Wasser vor allem die Ausdauer verbessert, aber auch das Gleichgewicht, die Beweglichkeit und die Koordination geschult. In der Regel wird Aqua-Jogging im Tiefwasser durchgeführt, also ohne Bodenkontakt, weil es dann zu keiner Stoßbelastung kommt. Durch den Einsatz eines Schwimmgürtels oder anderer Geräte kann man das Training intensivieren oder erleichtern. Aqua-Jogging eignet sich besonders für Rehabilitationszwecke und als abwechslungsreiche Alternative zum Laufen an Land.

Wassergymnastik
Durch gezielte Bewegungsübungen im Wasser erhöht man seine Beweglichkeit und Flexibilität. Der Sport, der meist in brusthohem Wasser durchgeführt wird, wirkt auf den ersten Blick sehr einfach, wird jedoch durch den hohen Wasserwiderstand anspruchsvoll und anstrengend. Bei der Wassergymnastik kommen oft auch Geräte, wie Poolnudeln, Wasserhanteln oder Stäbe zum Einsatz. Der ideale Sport für Menschen, die Wasser mögen und Spaß an Bewegung haben ohne Höchstleistungen vollbringen zu müssen.

Mannschaftssportarten im Wasser

Unterwasserhockey
Unterwasserhockey ist eine Kombination aus Hockey und Tauchen. Eine Mannschaft besteht aus 6 Spielern, die alle mit Schnorchel, Kappe, Maske und Flossen ausgestattet sind. Mithilfe eines Schlägers wird versucht den Bleipuck am Boden des Beckens in das gegnerische Tor zu befördern. Als Spielfeld dient ein normales Schwimmbecken, welches zwischen 2,00m und 3,65m tief sein muss. In Deutschland ist Unterwasserhockey noch nicht sehr bekannt, wird aber seit 1998 vom Verband Deutscher Sporttaucher als offizieller Wettkampfsport anerkannt.

Kanupolo
Beim Kanupolo sitzen die Spieler in einem Einerkajak und versuchen mit der Hand oder dem Paddel, einen Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Zwei Mannschaften mit fünf Spielern treten gegeneinander an. Zum Schutz der Spieler müssen diese eine Schwimmweste und einen Helm mit Schutzgitter tragen. Das Spielfeld beträgt normalerweise 23 x 35 Meter, wird aber in der Halle oft auch verkleinert. Das Tor befindet sich in zwei Meter Höhe über dem Wasser und ist 1 x 1,5 Meter groß. Seit 1995 wird in Deutschland in der Deutschen Kanupolo Bundesliga um den deutschen Meistertitel gekämpft.

Eine weitere Trendsportart ist das Wakeboarden
Diese Sportart entstand in den 80er Jahren als eine Mischung aus Wasserski und Wellenreiten. Der Fahrer steht seitlich auf einem Brett und lässt sich von einem Boot oder auch von einer Seilbahn über das Wasser ziehen. Dabei ist es möglich die Wellen des vorrausfahrenden Bootes zu nutzen um spektakuläre Sprünge du machen. Das Internationale Olympische Komitee hat Wakeboarden übrigens auf die sogenannte „Short List“ gesetzt. Es kann also sein, dass Wakeboarden bei den Olympischen Spielen 2020 vertreten ist.