Publikation

Die DTB-Broschüre „Familien wandern“ bietet zahlreiche Ideen, Anregungen und Beispiele für Familienwanderungen im Verein.

Das Projekt "Familien wandern" wurde durch den Innovationsfond des Deutschen Olympischen-Sportbundes im Jahr 2011 mit dem Thema „Familie und Sport“ gefördert. Das Ergebnis der Projektarbeit ist die neue, knapp 60-seitige Broschüre.

Themen u.a.:

  • Motive der Wanderer
  • Wirkungen und Effekte des Wanderns auf Körper, Psyche, Kopf und Gemeinschaft
  • Wandern als generationenübergreifendes Erlebnis
  • zahlreiche Ideen und praktische Beispiele aus Turnvereinen

Die DTB-Broschüre "Familien wandern" können Sie hier kostenlos herunterladen. [PDF, 3MB]

Familien wandern

Wandern ist nach wie vor Trend und hat in den letzten Jahren einen positiven Wandel seines Images erfahren. Das zeigt sich auch an dem wachsenden Angebot an Wanderausstattung, Fachzeitschriften und Wanderreisen. Der sanfte Outdoor-Sport bietet dem reizüberfluteten, technikgeplagten und gestressten Bürger eine Gelegenheit zur physischen und geistigen Erholung.

Wer sich nicht nur alleine auf den Wanderweg macht, sondern mit Freunden, anderen Familien und Bekannten aus dem Verein wandert, profitiert in mehrfacher Hinsicht. Zum einen erscheint die Wanderstrecke nur halb so lang, wenn man ein gemeinsames Ziel hat. Während man sich unterhält, Erfahrungen austauscht und über Erlebnisse berichtet, vergeht die Zeit wie im Flug. Aber auch für Kinder bedeutet Wandern mit anderen Familien Motivation pur: Man lernt neue Spielgefährten kennen und kann mit den Freunden die Natur entdecken und gemeinsam herumtoben.
Auf familiengerechten Wanderungen lernen Kinder den sensiblen Umgang mit der Natur. Auf spielerische Weise lassen sich Flora und Fauna verständlich näher bringen. Beim Spielen miteinander müssen Kinder auch lernen, Kompromisse einzugehen, Konflikte zu lösen und eigene Ideen miteinzubringen. So lernt der Nachwuchs den respektvollen Umgang miteinander und mit der Natur.
Und am Ende des Tages, wenn man nach einer langen Wanderung zuhause ankommt, ist man zwar erschöpft und müde, doch man fühlt sich auch zufrieden und gut gelaunt. Man hat sich den Tag über zusammen mit Bekannten und Freunden bewegt, frische Luft getankt, miteinander geredet und gelacht. Der Tag war ein Erlebnis und das Gemeinschaftliche in der Gruppe schafft ein „Wir-Gefühl“, das der Seele gut tut.

Zahlreiche Turn- und Sportvereine haben eine eigene Wanderabteilung und bieten regelmäßige Wanderungen an. Das Angebot wird vor allem von den 65- bis 74-Jährigen angenommen, die - wie Studien festgestellt haben - am regelmäßigsten ihre Wanderstiefel schnüren. Doch was ist mit den Jüngeren? Viele Vereine leiden unter dem fehlenden „Wander-Nachwuchs“. Den Jüngeren ist wandern meist zu langweilig oder zu anstrengend.

Seien Sie innovativ und bieten Sie familiengerechte Wanderungen an. Es gibt zahlreiche Ideen und Maßnahmen, wie man Wanderungen mit einfachen Mitteln attraktiver machen kann.

Themenwanderungen

Eine Möglichkeit ist es, die nächste Wanderung unter ein Motto zu stellen. Ihr Verein kann beispielsweise einen „Spezialisten“ einladen. Dies kann der Förster sein, der über sein Revier berichtet oder auch eine theateraffine Wanderin, die als Waldfee verkleidet  spannende Geschichten über den Wald und die umliegenden Dörfer erzählt. Welche Vereine in der Gemeinde könnten auch Interesse an einer Themenwanderung haben? So könnte z.B. eine gemeinsame Vogelstimmenwanderung unter der Leitung eines Mitglieds des Vogelschutzvereins stattfinden.
Themenschwerpunkte einer Wanderung können sein:

  • Burgen und Schlösser
  • Der Wald
  • Flüsse und Teiche / Gewässer
  • Fotowanderung – Wer schießt das schönste Foto?
  • Märchen und Sagen
  • Pilze
  • Rund um das Dorf
  • Tiere im Wald und auf dem Feld
  • Vogelstimmen
  • Waldhütte bauen
  • Was blüht denn da? – Blumen und Gräser

Geocaching

Geocaching ist eine Schatzsuche, bei der der Schatz mit einem GPS-Gerät (Global Positioning System) gefunden wird. Dazu gibt man die Koordinaten eines Caches (englisch: „Versteck“), die man im Internet erhält, in das GPS-Gerät ein und versucht anschließend, den Ort zu finden. Dank der satellitengesteuerten Suche können die Verstecke bis auf wenige Meter genau angegeben werden. Sobald ein Cache gefunden wurde, trägt man sich in das beiliegende Logbuch (oder in das digitale Logbuch, das im Internet zu finden ist) ein. Viele Caches enthalten auch kleine „Schätze“ – da ist von der Legofigur bis hin zur Cent-Münze alles dabei. Wer möchte, kann sich vor Beginn der Suche ein Mitbringsel einpacken und nun gegen einen Inhalt des Caches tauschen. Der Cache wird dann wieder an derselben Stelle für den nächsten Schatzsucher versteckt.

Es gibt verschiedene Arten von Caches:

  • Der weit verbreitetste ist der „Traditionel Cache“. Dazu sucht man sich die Koordinaten im Internet raus und versucht das Versteck zu finden.
  • Am zweithäufigsten gibt es den „Multi Cache“. Dabei führen mehrere Koordinaten zum Ziel. Die ersten Koordinaten erhält man wieder im Internet. Sobald man zur ersten Stelle gefunden hat, erhält man die nächsten Koordinaten. So läuft man eine Route ab, bis man zum finalen Cache gelangt.
  • Sehr spannend ist auch der „Mystery Cache“ bzw. der „Puzzle Cache“. Um die Koordinaten zu erhalten, muss zunächst ein Rätsel oder Puzzle gelöst werden. So kann es z.B. sein, dass man anhand von  Musiknoten den Komponisten des Stücks herausfinden muss. Dessen Geburtsdaten stellen die Koordinaten dar, die man in den GPS-Empfänger eintippt.

Bei den Verstecken und Orten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ein Cache kann eine Größe von einer Cent-Münze haben, kann aber auch eine große Dose sein. Auch die Schwierigkeit, das Versteck überhaupt zu entdecken, ist sehr unterschiedlich.

Geocaching hat sich in den letzten Jahren über den gesamten Globus verbreitet. Mittlerweile gibt es 1.600.000 aktive Caches weltweit und rund 228.000 davon liegen in Deutschland. Auf der Website www.geocaching.com werden Koordinaten von Verstecken, Karten und viele weitere Informationen zur Verfügung gestellt.

Geocaching ist ein großer Spaß für Jung und Alt. Das generationenübergreifende Erlebnis fördert die Bewegung an der frischen Luft und macht auch Kindern Lust aufs Wandern. Je nach Versteck ist Geocaching auch für Rollstuhlfahrer und körperlich Eingeschränkte geeignet. Das gemeinsame Lösen von Aufgaben fördert den Gemeinschaftssinn und den Zusammenhalt.

Broschüre "Familien wandern"

Diese und noch viele weiteren Ideen, Tipps und Anregungen sowie zahlreiche Good-Practice-Beispiele aus Turnvereinen finden Sie in der DTB-Broschüre „Familien wandern“.

Das Projekt "Familien wandern" wurde durch den Innovationsfond des Deutschen Olympischen-Sportbundes im Jahr 2011 mit dem Thema „Familie und Sport“ gefördert. Das Ergebnis der Projektarbeit ist die neue, knapp 60-seitige Broschüre.

Themen u.a.:

  • Motive der Wanderer
  • Wirkungen und Effekte des Wanderns auf Körper, Psyche, Kopf und Gemeinschaft
  • Wandern als generationenübergreifendes Erlebnis
  • zahlreiche Ideen und praktische Beispiele aus Turnvereinen

Die DTB-Broschüre "Familien wandern" können Sie hier kostenlos herunterladen. [PDF, 3MB]