"Frühling genießen und sich etwas Gutes tun!"

DTB / Heiko Wolfraum

Der Frühling ist angebrochen. Statt kalten, feuchten Wintertagen mit glatten Straßen, können wir uns an der Sonne und dem Vogelgezwitscher erfreuen. Der Frühling ist eine gute Zeit, um rauszugehen und in der Natur seine Leistungsfähigkeiten zu trainieren.


Die verschiedenen motorischen Leitungsfähigkeiten (Ausdauer, Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Schnelligkeit) lassen sich sowohl in der Halle als auch in der Natur, draußen trainieren. Im Folgenden werden Anregungen für ein Ausdauertraining im Freien vorgestellt.
Ausdauertraining wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem, wie auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns aus. Typische Ausdauersportarten sind Walken, Radfahren, Gehen, Joggen, Schwimmen. Um die positive Auswirkung auf die geistige Fitness zu verstärken, können während des Gehens/Laufens die Sinne angeregt oder auch zusätzliche Aufgaben gelöst werden.

Gehen Sie für einen Spaziergang raus an die Luft. Die Geschwindigkeit sollte zügig und dennoch moderat sein. Sodass Sie sich noch unterhalten können, der Körper allerdings angeregt wird und Reize gesetzt werden.
Hier ein paar Beispiele. Manche Übungen können alleine durchgeführt werden, für andere bedarf es einer Gruppe:

Karten sortieren

Nehmen Sie sich ein paar Spielkaren mit. Sortieren Sie die Karten beim Gehen

  • nach vier Farben (Kreuz, Pik, Herz, Karo)
  • nach aufsteigenden oder absteigenden Zahlen
  • nach zwei Fraben (rot und schwarz)
  • nach dem Muster (7-Kreuz, 8-Pik, 9-Herz, 10-Karo, D-Pik, K-Herz, A-Karo)

"Ich sehe was, was du nicht siehst"

In einer Gruppe sucht sich eine Person einen Gegenstand, den er in der Natur sieht, gedanklich aus und stellt den anderen Personen die Frage „Ich sehe was, was du nicht siehst, es hat die Farbe ……. Was ist das?“ Die Farbe muss je nach Gegenstand ergänzt werden und die anderen Personen müssen erraten, was die eine Person sieht.

Personen raten

Hierbei denkt sich eine Person der Grupee eine bekannte Person aus und die Gruppe muss per Ja-Nein-Fragen erraten, welche Berühmtheit sich die eine Person ausgedacht hat.

Umgebung erkunden

DTB / Heiko Wolfraum

Während des Spaziergehens sollen nacheinander Gegenstände gefunden werden. Es reicht, wenn sie in der Ferne erkannt werden, sie müssen nicht aufgesammelt werden.

  •   Etwas Blaues
  •   Etwas Gelbes
  •   Etwas Graues
  •   Etwas Hartes
  •   Etwas Weiches
  •   Etwas Rotes
  •   Etwas Kleines
  •   Etwas Stachliges


Merken Sie sich die gesehenen Gegenstände und zählen Sie diese am Ende Ihres Spaziergangs erneut auf. Zur Erschwernis könnte beispielsweise auch noch der Ort, an dem der Gegenstand lag, benannt werden.

Buchstaben-Quiz

Nehmen Sie sich Buchstaben-Karten mit. Auf jeder Karte steht ein anderer Buchstabe des Alphabets. Durchmischen Sie diese und decken Sie die oberste Karte um. Zählen Sie nun alle Gegenstände in Ihrer Umgebung auf, die mit dem aufgedeckten Buchstaben beginnen.

z.B.: Buchstabe B -> Blume, Baum, Bach, usw.

In einer Gruppe könnten abwechselnd Gegenstände benannt werden.

Rechenkönig

Nehmen Sie sich Zahlen-Karten mit unterschiedlichen Zahlen von 10-40 mit. Die Zahlenreihe muss nicht vollständig sein. Mischen Sie die Karten durch und

  • Subtrahieren Sie nacheinander jede Zahl vom Endergebnis, beginnend bei der Zahl 1000.
  • Addieren und Subtrahieren Sie jede zweite Zahl im Wechsel, beginnend bei der Zahl 200.

Mit Zahlen-Karten von 1-10 könnte z.B: auch multipliziert werden.
Sind Sie zu zweit oder in der Gruppe unterwegs, so kann der Partner jeweils die Aufgabe festlegen und Plus / Minus / Mal / Geteilt durchmischen. Und da er zur Kontrolle mitrechnet, tut er sich dabei auch etwas Gutes.

DTB / Heiko Wolfraum

Bei der Umsetzung der Aufgaben während des Gehens ist der eigenen Kreativität jedoch keine Grenze gesetzt. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass die Gehgeschwindigkeit nicht zu stark verlangsamt wird und dass trotz des Lösens der Aufgabe Stolpersteine, Hindernisse und Problemsituationen erkannt und umgangen werden.

Besonders mit zunehmendem Alter ist die gezielte, vermehrte Aktivierung des Gehirns sehr wichtig, um demenzielle Erkrankungen vorzubeugen, geistig fit zu bleiben und somit die Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.
Diese Übungsbeispiele dienen nicht nur zur Stärkung der Muskulatur und zur Verbesserung der Gehirnaktivität, das Tanken von Vitamin D (gut für die Knochen) durch die Sonne ist ein schöner Nebeneffekt des Trainings in der Natur.


Also – ab ins Freie!