Schulstarter-Paket BARMER

Gesund essen und leben kann auch Spaß machen! Dies erfahren Schulanfänger jetzt mit dem Schulstarter-Paket der Barmer GEK, das kindgerecht Informationen zu richtiger Ernährung und Zahnpflege vermittelt. [mehr]

Hausaufgaben sind in vielen Familien ein Thema, das immer wieder zu erheblichem Stress und langwierigen Diskussionen führt. Die Probleme sind zwar nicht überall die gleichen – mal trödelt ein Kind ewig an den Hausaufgaben herum, mal fängt es erst gar nicht damit an oder erledigt nur die Hälfte – sie ähneln sich jedoch häufig und führen im Ergebnis meist zu beträchtlichen Störungen des Familienfriedens. In vielen Fällen lässt sich die Situation jedoch deutlich entspannen, indem man dem natürlichen Bedürfnis der Kinder nach Abwechslung, Spiel und Bewegung auch bei den Hausaufgaben entgegenkommt.

Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass Lernen umso effektiver stattfindet, je mehr Sinneskanäle das Kind benutzt und je mehr Eigenaktivität es aufbringt. Je jünger Kinder sind, desto mehr sind sie beim Erwerb von Erkenntnissen auf Handlung, also auf Bewegung, angewiesen. Bis zum Ende der Grundschulzeit ist das Lernen über Bewegung für das Entstehen kognitiver Fähigkeiten von großer Bedeutung. Man muss also beachten, dass Kinder nicht dadurch besser lernen, dass sie immer mehr Wissen eingepaukt bekommen. Es gibt mittlerweile immer häufiger „bewegte Schulen“ die dieser Erkenntnis Rechnung tragen. Sie schaffen Bewegungsanlässe nicht nur im schulischen Umfeld, sondern lassen sie auch gezielt in den Unterricht einfließen. Auch Hausaufgaben kann man mit Bewegung verknüpfen und so für Entlastung und Ausgleich sorgen, ohne dass die Qualität der Arbeit da runter leidet. Im Gegenteil, erfahrungsgemäß sind die Haus aufgaben auf diese Weise besser und schneller erledigt. Das ist – als positiver Nebeneffekt – auch für das betreuende Elternteil stressfreier und entspannter. Weiter unten finden Sie einige Tipps, wie Sie Ihr Kind zum gewissenhaften Erledigen seiner Hausaufgaben „bewegen“ können: Natürlich dürfen Kinder auch einfach mal nur am Schreibtisch sitzen und Hausaufgaben machen. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind heraus, mit welchen Lernmethoden es am besten zurechtkommt. Letztendlich geht es darum, Lernen im All gemeinen und die Hausaufgaben im Speziellen abwechslungsreich und kindgerecht zu gestalten. So fördern Sie Motivation und Konzentration Ihres Kindes und erhalten ihm die Freude am Lernen.

Lernen und Bewegen kombinieren

Viele Kinder brauchen nach dem langen Sitzen in der Schule erst mal eine ausgiebige Bewegungspause. Gönnen Sie diese Ihrem Kind vor den Hausaufgaben! Lernen kann grundsätzlich in verschiedenen Körperhaltungen stattfinden: Stehend, sitzend, liegend oder gehend. Das schafft Abwechslung und beugt durch wechselnde Belastung Problemen wie Rückenschmerzen vor.

  • Beim Lesen ruhig mal im Raum herumgehen.
  • Zum „bewegten“ Sitzen eignet sich ein Sitzball oder ein Ballkissen zum Unterlegen.
  • Schreiben kann man zur Abwechslung auch an einem Stehpult oder alternativ an einem Bügelbrett.
  • Manchmal lernen Kinder besser auswendig, wenn sie dabei herumlaufen oder Trampolinspringen. Das gilt auch fürs Einmaleins!
  • Beim Vokabeln abhören kann man sich z. B. im Frage-Antwort-Rhythmus einen Ball zuwerfen.
  • Gedichte lernt man leichter, indem man sie nachspielt oder die Zeilen mit entsprechenden Gesten begleitet.
  • Zwischen einzelnen Arbeitsphasen ruhig mal eine kleine Bewegungspause einlegen, danach kann man umso besser und schneller weiterarbeiten.