Es schneit in der Turnhalle

Von Yannis Gebhardt

Weihnachten steht vor der Tür und die Kinder warten sehnsüchtig auf den Nikolaus. In vielen Turnvereinen werden weihnachtliche Turnstunden durchgeführt, um die Kinder auf die Feiertage einzustimmen. Alle hoffen auf weiße Weihnachten, doch in vielen Teilen Deutschlands schneit es nur noch selten oder der Schnee bleibt nicht lange liegen. Macht nichts, man kann sich den Winter ja in die Turnhalle holen, indem man eine zünftige Winter-Weihnachtsturnstunde mit Zeitungen gestaltet. Das macht Spaß und verkürzt die Wartezeit, denn vielleicht kommt er ja doch noch, der echte Schnee – und Weihnachten kommt ganz bestimmt!

Auf den Eisschollen und um die Eisschollen herum

Zuerst werden die Zeitungsblätter (Eisschollen) mit ca. 1 Meter Abstand zueinander in der Halle verteilt.
Jetzt sollen die Kinder (Pinguine) zunächst zwischen den Zeitungen laufen (vorwärts - rückwärts) ohne diese zu berühren. Es können auch andere Fortbewegungsmöglichkeiten ausprobiert werden: Krabbeln, Hüpfen (beidbeinig, auf einem Bein), Spinnengang....
Wenn die Zeitungen nicht zu stark rutschen, können die Pinguine sich auch auf den Zeitungen fortbewegen, indem sie von Zeitung von Zeitung laufen, springen, … Dabei ist der Fantasie der Kinder keine Grenze gesetzt.
Außerdem können die Kinder ihren Namen/ein Symbol auf eine Zeitungen malen und sich dann zur Musik durch die Halle bewegen. Stoppt die Musik, sollen sie so schnell wie möglich zu ihrer Eisscholle zurück laufen. Hier kann der/die Übungsleiter/in nach jedem Musikstopp ein Zeitungsblatt wegnehmen. Wie viele Pinguine passen auf eine Eisscholle?

Schlittschuhlaufen

Dazu werden die Kinder in mehrere Gruppen eingeteilt und jede Gruppe bekommt zwei Hälften einer Zeitung. Diese werden als Schlittschuhe auf dem Boden bereitgelegt. Das erste Kind stellt sich auf die Zeitung und bewegt sich nur auf diesen fort. Nachdem eine vorher festgelegte Strecke zurückgelegt wurde, werden Schlittschuhe an das nächste Kind weitergegeben.

Schneebälle formen

Zwei Mannschaften bekommen die gleiche Anzahl von Zeitungen. Auf Kommando müssen die einzelnen Zeitungsblätter zu „Schneebällen“ zusammengeknüllt werden. Welche Mannschaft ist zuerst mit ihren Zeitungen fertig? Bei großformatigen Zeitungen zunächst jedes Zeitungsblatt einmal in der Mitte durchreißen.

Hausmeister

Der Hausmeister will seinen Hof (entweder einen Weichboden oder zwei kleine Matten) vom Schnee befreien. Er versucht die ganzen Schneebälle von der Matte zu werfen. Leider gibt es ein paar Kinder die es lustig finden den Hausmeister zu ärgern. Diese werfen die Schneebälle zurück auf die Matte. Das Spiel ist vorbei, wenn der Hausmeister den Hof komplett sauber hat (Hausmeister gewinnt) oder nach Ablauf der Zeit (Kinder gewinnen). Wenn es für einen Hausmeister zu schwer wird, können auch mehrere Hausmeister unterwegs sein.

Schneeballschlacht

Hierfür werden die Kinder in zwei Mannschaften eingeteilt und jede Mannschaft bekommt eine Hallenhälfte zugewiesen. Ziel des Spiels ist es, die eigene Hallenhälfte komplett von Schnee zu befreien. Dazu werden die Schneebälle so schnell wie möglich auf die andere Seite geworfen. Nach einer vorgegebenen Zeit wird gestoppt und verglichen, welche Hallenseite sauberer ist.
Das Abwerfen mit den Zeitungsbällen tut nicht weh, dennoch sollten sie darauf hingewiesen werden, nicht ins Gesicht zu werfen.

Schneebälle aufräumen

Da Kinder grundsätzlich ungern aufräumen kann man daraus auch ein Spiel machen. Am besten klappt es mit einem kleinen Wettbewerb. So können z. B. die Schneeballschlacht-Mannschaften wieder gegeneinander antreten. Wer die meisten Schneebälle aufsammelt, hat gewonnen.

Weihnachtliche Entspannungsgeschichte

Zum Abschluss legen sich die Kinder in die Zeitungshaufen und der/die Übungsleiter/in erzählt ihnen eine Geschichte, z. B. diejenige von Rudolph, dem Rentier mit der roten Nase (s. u.). Vielleicht sind auch ein paar große Zeitungsblätter übriggeblieben, mit denen sich die Kinder zudecken können.  

Rudolph, das Rentier mit der roten Nase (eine überlieferte Weihnachtsgeschichte) [pdf, 21 KB]