Bewegen statt schonen – Aktiv für einen gesunden Rücken

 „Was genutzt wird, entwickelt sich, was ungenutzt bleibt, verkümmert!" (Hippokrates um 460 v.Chr.).

Das Zitat von Hippokrates lässt sich hervorragend auf eine der Hauptursachen von Rückenschmerzen, die Inaktivität, beziehen. Am besten können Sie Rückenschmerzen durch Aktivität und Bewegung vorbeugen.

Rückenbeschwerden zählen in den westlichen Industriestaaten zu den häufigsten Gesundheitsbeeinträchtigungen mit bedeutenden sozioökonomischen Auswirkungen für die betroffenen Individuen sowie für das gesamte Gesundheitssystem. Fast jeder zweite Erwachsene (40% der erwachsenen Bevölkerung) und viele Jugendliche haben bereits einmal eine Phase mit Rückenschmerzen erlebt. Inzwischen hat sich das Krankheitsbild „Rückenschmerzen" zu der mit Abstand teuersten Volkskrankheit entwickelt. Sie verursacht in Deutschland jährlich Kosten von 15-20 Milliarden Euro.

Die Verursachung von Rückenschmerzen wird von vielen Menschen einem Verschleiß von Bandscheiben und Wirbelsäule zugeschrieben. Doch sichtbare Veränderungen der Wirbelsäule sind bei Menschen mit und ohne Rückenschmerzen zu finden. Bei jedem zweiten 50-jährigen zeigen Kernspintomografien eine Bandscheibenvorwölbung oder gar einen Bandscheibenvorfall. Aber diese Veränderungen erklären die Rückenschmerzen nur selten.

Zudem haben körperliche Belastungen in Beruf und Alltag einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Abnutzungserscheinungen (weniger als 5%). D. h., durch falsches Bücken, Sitzen oder Tragen werden Sie an Ihrem Rücken so leicht nichts kaputt machen, denn Ihre Wirbelsäule und Bandscheiben sind stark und hoch belastbar.

In den meisten Fällen hängen die Rückenbeschwerden mit Muskeln, Bändern und Sehnen sowie den Gelenken des Rückens zusammen. Die Ursache ist dabei häufig eine Funktionsstörung und keine Schädigung von Strukturen des Rückens. Sie sollten also keine Angst haben, ihren Rücken in Alltag oder Sport zu belasten. Denn durch Belastung wird der Rücken trainiert und die Belastbarkeit steigt. Schonung hingegen bewirkt das Gegenteil.

Besonders die Lebensgewohnheiten der heutigen Gesellschaft stellen ein immer größer werdendes Problem dar. Unser Alltag wird vorwiegend durch Sitzen oder durch zu wenige und monotone Arbeitsabläufe bestimmt. Auch in unserer Freizeit verbringen wir die überwiegende Zeit im Sitzen, bewegen uns viel zu wenig und treiben zu selten Sport. Im Besonderen leidet unser Rücken unter diesen Fehl- bzw. Minderbelastungen. Unsere haltungsstabilisierende Muskulatur wird vermehrt geschwächt und Schulter- und Nackenmuskulatur neigen zu Verspannungen. Viele Menschen denken, dass sie ihre Wirbelsäule nun schonen müssten, wenn diese sich bemerkbar macht. Doch Rückenschmerzen gehören in der heutigen Zeit genauso dazu wie Schnupfen oder Husten. Bewegen Sie Ihren Rücken daher aktiv und schonen Sie ihn nicht!

Der beste Schutz vor Rückenbeschwerden ist ein starker Rücken. Bewegung ist die beste Therapie bei Beschwerden des Rückens. Die verspannte Muskulatur wird gelockert und die geschwächte Muskulatur wird gekräftigt.

Gezielte gesundheitssportliche Aktivitäten, die möglichst auch Übungen zur Entspannung beinhalten, gelten nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand sowohl als zentrale Schutzfaktoren vor Rückenschmerzen als auch als wirksame Maßnahmen zu deren Bewältigung.

Je eher Sie damit anfangen sich zu bewegen, desto bessere Ergebnisse können Sie für Ihren Rücken erzielen! Er wird es Ihnen danken!

Die wichtigsten Tipps für Ihren Rücken

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Interview zum Thema Rückenschmerzen

[Hier] können Sie ein Interview zum Thema Rückenschmerzen lesen und so lernen, wie man am besten mit Rückenschmerzen umgeht.

Übungen für den Rücken

[Hier] finden Sie praktische Übungen, um Ihren Rücken aktiv gesund und fit zu halten.