Redondo® Ball - Übungen für Ältere

Text und Fotos von Andrea Flach Meyerer

Das japanische Sprichwort: „Es sind die kleinen Dinge, die die Welt bewegen.“ sagt schon fast alles über den Redondo® Ball.

Der Redondo® Ball ist eines der vielseitigsten und beliebtesten Handgeräte im Bereich Fitness und Gesundheit. Der kleine, unscheinbare Ball, den es in drei verschiedenen Größen gibt, 18, 22 und 26 cm, sollte keinem Turnverein fehlen. Ergänzt werden die drei kleinen Bälle durch den grünen Redondo® Ball Plus, mit einem Durchmesser von ca. 38 cm. Der weiche Redondo® Ball kann durch seine hohe Belastbarkeit von 120 kg auch als Sitzunterlage genutzt werden. Er dient der Muskelkräftigung und Entspannung, unterstützt Partnerübungen, eignet sich für ein neuromuskuläres Training, ist einsetzbar für kleine Spiele u.v.m. Dieser kleine Ball optimiert jede Trainingseinheit und ist inzwischen in Bereichen wie Pilates, Beckenbodentraining, im Workout und BodyMind Programm unverzichtbar geworden.

In den letzten Jahren hat sich der Redondo® Ball zum meistgenutzten Handgerät für Ältere entwickelt. Als Unterstützung ebenso wie als Widerstand eingesetzt, bringt er neue Ideen in die Übungsstunden. Ein unverzichtbares und vielseitiges Handgerät mit vielen positiven Eigenschaften, besonders im Gesundheitssport für Ältere.

Der Redondo® Ball in der Übungsstunde

  • optimiert jede Trainingseinheit
  • kann bei fast allen Übungsprogrammen mit eingesetzt werden
  • verbessert die Wirkung und Qualität vieler Übungen
  • unterstützt das neuromuskuläre Training
  • ermöglicht intermittierende Übungen (mehrmaligen kleinen, kurzen Druck auf den Ball)
  • ist beliebt für Entspannungsformen
  • benötigt wenig Platz und kann daher auch im Alltag vielseitig eingesetzt werden


Tipps zur Handhabung

  • Ein ganz neuer Redondo® Ball sollte immer einmal (mit einem Strohhalmstück) so groß wie möglich aufgeblasen werden, damit er weicher und geschmeidiger wird.
  • Als Unterlage braucht der Redondo® Ball nur 75 % seines vollen Volumens.
  • Der Stöpsel befindet sich beim Üben auf der körperfernen Seite.


Entspannung im Alltag
In der Rückenlage wird der Redondo® Ball unter das Kreuzbein gelegt und die langen Beine lehnen entspannt an der Wand. So wird der Rückfluss des Blutes gefördert, die Beine entspannen und die Gedanken kommen zur Ruhe.

Die folgenden Übungsangebote dienen als Impulsgeber, um den Redondo® Ball vermehrt in den Bewegungsangeboten für Ältere zu nutzen.

 

Achterschwung

Achterschwung

Ausrichtung
Die Füße im „Tandem“ hintereinander stellen (Ferse an Fußspitze), den Ball mit beiden Händen halten.

So wird's gemacht
Mit dem Ball eine große, vor dem Körper liegende Acht beschreiben. Den Kopf mit oder entgegen der Armführung drehen.

Variante: der Achterschwung kann auch im Grätschstand ausgeführt werden oder im Wechsel zwischen Grätsche und Tandem.

Kniebeuge und Einbeinstand

Ausrichtung
In eine angenehme Grätsche stellen, den Ball mit beiden Händen halten.

So wird's gemacht
Beide Beine beugen (auf einen imaginären Stuhl setzen) und beide Arme vorstecken. Die Ellbogen bleiben leicht gebeugt, die Hände schieben gegen den Ball. Aufrichten in den Einbeinstand und den Ball dabei hinter dem Rücken vorbeigeben.

Kniebeuge
Einbeinstand

Im Einbeinstand pushen und in die Waage schwingen

Ausrichtung
Im Einbeinstand ist das Knie des Spielbeins in Hüfthöhe angehoben, der Ball wird mit beiden Händen vor dem Körper gehalten.

So wird's gemacht
Der Ball wird mit beiden Händen in kleinen Impulsen zusammengedrückt. Mit dem Spielbein einen Schritt nach vorne und gleichzeitig den Ball mit nach vorne schwingen. Das andere Bein schwingt gleichzeitig nach hinten, so dass eine kleine Standwaage entsteht. Danach wieder zurück in den Einbeinstand und die Übung wiederholen. Wiederholung auch auf der Gegenseite.

Einbeinstand
Standwaage

Zentriertes Zurücklehnen

Zurücklehnen

Ausrichtung
Sitz auf dem Boden mit leicht gebeugten Beinen. Den Ball als Stütze an den unteren Rücken geschoben. Die Hände vor dem Körper mit den Fingern gegeneinander ziehen, Ellbogen zur Seite.

So wird's gemacht
Mit langem Rücken leicht nach hinten lehnen und wieder aufrichten.

Balancierende Katze

Balancierende Katze

Ausrichtung
Im Vierfüßlerstand die Hände unter die Schultern und die Knie unter die Hüftgelenke. Unter das rechte Knie einen Ball legen.

So wird's gemacht
Den rechten Arm und das linke Bein lang ausstrecken. Hand und Fuß auf den Boden tippen und wieder anheben in die Balance.

Flankendehnung und Power

Ausrichtung
In der Seitenlage ruht der Kopf auf dem unteren, lang abgelegten Arm. Der Ball befindet sich unter der Taille (am besten etwas Luft aus dem Ball lassen). Der obere Arm ist ebenfalls lang zum Kopf hin ausgestreckt. Das untere Bein liegt gebeugt auf dem Boden, das obere ist lang gestreckt.

So wird's gemacht
Tief in die Flankendehnung hineinatmen. Mit der Ausatmung den Rumpf etwas anheben, den oberen Arm zum angehobenen oberen Bein ziehen und gleichzeitig den unteren Arm leicht über den Boden heben. Zurück in die Flankendehnung. Bewegung mehrmals wiederholen. Seite wechseln.

Dehnung
Power

Beinstrecker

Ausrichtung
In der Rückenlage Beine beugen und den Ball unter das Kreuzbein legen. Beide Arme zum Boden abgelegt.

So wird's gemacht
Beide Beine gebeugt anheben. Ein Bein lang und mit Spannung nach vorn über dem Boden ausstrecken, dass andere Bein bleibt gebeugt in der Luft. Die Beine nun mehrmals im Wechsel beugen und strecken. Um die Balance und Konzentration zu fördern, kann gleichzeitig ein Arm oder auch beide Arme leicht über den Boden gehoben werden.
Variante: Mit dem langen Bein streckt sich auf gleicher Seite der Arm lang nach hinten.

Beinstrecker 1
Beinstrecker 2

Schultergleiten – Verspannungen lösen

Schultergleiten

Ausrichtung
In der Rückenlage werden beide Füße aufgestellt. Der Ball zwischen beiden Händen, die Arme zur Decke hochstrecken.

So wird's gemacht
Im Wechsel einen Arm weiter nach oben schieben und dabei den Ball zwischen den Händen rollen. In dieser Bewegung hebt sich immer ein Schulterblatt etwas über den Boden und sinkt wieder zum Boden zurück. Übungstempo und die Größe der Bewegung können hierbei variieren.

Nach mehrmaligem Wiederholen kann der Kopf immer mitgerollt werden. Streckt sich der rechte Arm weiter zur Decke, so rollt der Kopf nach links und umgekehrt.