Rückenbeschwerden lindern!

Funktionelles Zirkeltraining

Die Reihe "Funktionelles Zirkeltraining" informiert Sie als Übungsleiter über den Einsatz und die Möglichkeiten dieser Trainingsmethode. [download Teil 1] [pdf, 2,7 MB] [download Teil2] [pdf, 2,7 MB]

Aus- und Fortbildung

Einen Überblick über die Rücken-Aus- und Fortbildungen im Verband gibt es hier.

Ausbildungen zum DTB-Rückentrainer finden Sie hier.

Erste Hilfe

Die größten Risiken für Rückenschmerzen und die Erste Hilfe-Maßnahmen, die Sie ergreifen können, erfahren Sie hier

Ausbildungsskript Rücken

Das Ausbildungsskript "Den Rücken stark machen" informiert Sie als Übungsleiter über das Thema Rücken und praktische Übungen. [download] [PDF, 672KB]

Rückentraining - Bewegen statt schonen!

Stabilisationstraining für den Rücken

Hier finden Sie die besten Tipps für einen starken Rücken mit sensomotorischem Training! [mehr]


"Ich habe Rücken!"

Über 70% der deutschen Bevölkerung haben mindestens einmal in ihrem Leben mit Rückenschmerzen zu tun. Rückenschmerzen sind auch der häufigste Grund für Krankschreibungen. Doch nur in etwa 2% der Fälle führen Rückenschmerzen zu schwerwiegenden dauerhaften Beschwerden.

Ursachen

Die Verursachung von Rückenschmerzen wird von vielen Menschen einem Verschleiß von Bandscheiben und Wirbelsäule zugeschrieben. Doch sichtbare Veränderungen der Wirbelsäule sind bei Menschen mit und ohne Rückenschmerzen zu finden. Bei jedem zweiten 50-jährigen zeigen Kernspintomografien eine Bandscheibenvorwölbung oder gar einen Bandscheibenvorfall. Aber diese Veränderungen erklären die Rückenschmerzen nur selten.

In den meisten Fällen hängen die Rückenbeschwerden mit Muskeln, Bändern und Sehnen sowie den Gelenken des Rückens zusammen. Die Ursache ist dabei häufig eine Funktionsstörung und keine Schädigung von Strukturen des Rückens. Sie sollten also keine Angst haben, ihren Rücken in Alltag oder Sport zu belasten.
Denn durch Belastung wird der Rücken trainiert und die Belastbarkeit steigt. Schonung hingegen bewirkt das Gegenteil.

Zudem haben körperliche Belastungen in Beruf und Alltag einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Abnutzungserscheinungen (weniger als 5%). D. h., durch falsches Bücken, Sitzen oder Tragen werden Sie an Ihrem Rücken so leicht nichts kaputt machen, denn Ihre Wirbelsäule und Bandscheiben sind stark und hoch belastbar.

Besonders die Lebensgewohnheiten der heutigen Gesellschaft stellen ein immer größer werdendes Problem dar. Unser Alltag wird vorwiegend durch Sitzen oder durch zu wenige und monotone Arbeitsabläufe bestimmt. Auch in unserer Freizeit verbringen wir die überwiegende Zeit im Sitzen, bewegen uns viel zu wenig und treiben zu selten Sport.

Behandlung

Der beste Schutz vor Rückenbeschwerden ist ein starker Rücken durch Bewegung.
Gezielte gesundheitssportliche Aktivitäten, die möglichst auch Übungen zur Entspannung beinhalten, gelten nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand sowohl als zentrale Schutzfaktoren vor Rückenschmerzen als auch als wirksame Maßnahmen zu deren Bewältigung.

Auch die Behandlung von Rückenschmerzen hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt: während man früher meist Ruhe und Schonung empfahl, setzt man heute auf Bewegung und Aktivität.

Viele Menschen denken, dass sie ihre Wirbelsäule schonen müssten, wenn diese sich bemerkbar macht. Doch Rückenschmerzen gehören in der heutigen Zeit genauso dazu wie Schnupfen oder Husten.  Die beste Therapie bei Rückenschmerzen ist Bewegung: die verspannte Muskulatur wird gelockert und die geschwächte Muskulatur wird gekräftigt. Schonung hingegen führt zu einem Kraftverlust der Fehlhaltungen nach sich zieht und dadurch zu noch größeren Schmerzen führt.

Je eher Sie damit anfangen sich zu bewegen, desto bessere Ergebnisse können Sie für Ihren Rücken erzielen! Er wird es Ihnen danken!

Tipps für einen aktiven Alltag

  • Bleiben Sie aktiv und in Bewegung!
  • Wechseln Sie Ihre Haltung beim Sitzen oder Stehen so oft wie möglich, um die Muskeln optimal zu entspannen und zu aktivieren.
  • Richten Sie Ihren Brustkorb häufiger nach vorne und oben auf.
  • Ob im Büro, beim Autofahren oder am Fernsehabend: Alle 30 Minuten einige Schritte gehen, sich bücken und strecken.
  • Wer seinen normalen Tagesablauf beweglich gestaltet - zum Beispiel Treppen steigt statt den Aufzug zu nehmen, in der Mittagspause einen Spaziergang macht, wenn möglich zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit kommt und generell viele Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt, tut seinem Rücken schon viel Gutes.
  • Noch besser ist es, regelmäßig Sport zu treiben. Ein starker Rücken nimmt Ihnen so schnell nichts krumm. Geeignet sind natürlich zahlreiche Bewegungsformen und Angebote aus dem Bereich der Gymwelt wie z. B. Wirbelsäulengymnastik, Walking, Funktionsgymnastik, Wandern, Rückenschule, Skilanglauf, Krafttraining und viele mehr.
  • Zu viel Schonung schadet, weil wichtige Muskeln, die der Wirbelsäule Halt geben, geschwächt werden