Bewegungsübungen

Bringen Sie Ihr Gehirn auf Hochtouren! Hier gibt es Bewegungsübungen, die den Kopf fit machen.
Bewegungsübungen

Weiterbildungen

Einen Überblick über die Fortbildungen in diesem Bereich gibt es hier.

Literaturtipp

Gehirntraining durch Bewegung - so der Titel der DTB-Broschüre die sich mit dem Thema "Geistige Fitness" befasst. Erworben werden kann die Broschüre über den DTB Shop zum Preis von 8 Euro.

[Zum DTB Shop]

Fotorechte

  • Fotolia

  • Heiko Wolfraum

Man weiß es erst seit kurzem: Bewegung trägt dazu bei, geistige Potentiale optimal auszuschöpfen. Jeder Mensch kann mit Hilfe eines speziellen Bewegungstrainings seine geistige Leistungsfähigkeit verbessern.
Dank neuer technischer Geräte können Wissenschaftler ganz aktuell dem Gehirn beim Arbeiten zusehen. Sie können beobachten, was im Gehirn während der Bewegung passiert. Außerdem kann man die Gehirnstrukturen von aktiven und sportlichen Menschen mit denen von Nicht-Bewegern vergleichen. Die Ergebnisse haben sogar die Experten selbst überrascht:

Sauerstoff-Kick im Gehirn für mehr geistige Energie
Wer im Job geistig topfit sein muss, weil eine wichtige Präsentation oder ein entscheidendes Gespräch bevorsteht, der sollte direkt vorher einen zügigen Spaziergang machen. Denn: Sanfter Ausdauersport erhöht die Durchblutung in verschiedenen Gehirnarealen um etwa. 20 Prozent. Intensiver Ausdauersport, wie Joggen, steigert die Durchblutung um 30 Prozent. Durch die verstärkte Gehirndurchblutung werden mehr Sauerstoff und Nährstoffe in den Kopf transportiert. Das wirkt kurzfristig wie ein Energieschub für das Denken. Die geistige Leistungsfähigkeit steigt.

Neue Blutgefäße für bessere Leistungen
Langfristig sorgen regelmäßige ausdauernde Bewegungen, wie Walking, Nordic Walking, Radfahren oder Joggen, dafür, dass sich im Gehirn neue kleine Blutgefäße bilden. Die Gehirnzellen werden besser mit Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt – und das nicht nur während der Bewegung sondern auch in Ruhe. Tatsächlich verbessern sich in der Folge das Denkvermögen und die Gedächtnisleistung.
Die Netzwerke des Denkens wachsen              
In unserem Kopf befindet sich ein gigantisches, verzweigtes Netz von Gehirnzellen, das Netzwerk unseres Denkens. Jede einzelne Gehirnzelle ist fein verästelt und nimmt über kleine Ausläufer mit bis zu 10.000 anderen Kontakt auf. Je größer, komplexer und umfassender diese Informationsnetze sind, je mehr Kontakte zwischen einzelnen Gehirnzellen bestehen, um so besser funktioniert das Verarbeiten, Abspeichern und Abrufen von Informationen.                    

Wissenschaftler haben herausgefunden – wer sich bewegt, fördert das Wachstum und die Komplexität der neuronalen Netzwerke. Denn: Körperliche Aktivität verstärkt die Produktion von speziellen Proteinen, die die Nervenfortsätze wachsen lässt. Sie entwickeln sich besser und schneller und können dadurch leichter Kontakt zu anderen Gehirnzellen aufnehmen. Die neuronalen Netzwerke werden größer, komplexer und leistungsfähiger, das Gesamtsystem des Denkens wird funktionsfähiger. Aktive Menschen, die sich viel bewegen, können sich besser auf geistige Herausforderungen einstellen und Probleme schneller lösen.

Nicht jede Bewegung hat Effekte aufs Gehirn
Doch nicht jede Bewegung fördert automatisch auch das Denken. Sicher ist man sich bisher nur, dass Ausdauersport, Koordinationstraining und ein Dual-Tasking Training, bei dem Bewegen und Denkaufgaben miteinander kombiniert werden, positive Wirkungen auf das Gehirn haben. Stretching dagegen führt nicht zu einer Verbesserung der Denkleistungen. Erstaunlicherweise rufen verschiedene Bewegungen unterschiedliche Wirkungen hervor:

Ausdauersport macht das Denken schneller und hilft dabei, besser zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheiden zu können.
Koordinationstraining macht das Denken genauer. Es  fördert die räumliche Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit.