Die Teilnahme an Bonussystemen verschiedener Krankenkassen

Seit dem 01.01.2004 haben die Krankenkassen die Möglichkeit, neben Zusatztarifen, Beitragsrückerstattungen und Selbstbehalten ihren Mitgliedern Bonusprogramme anzubieten, mit dem Ziel, die Eigeninitiative der Versicherten zu gesundheitsbewusstem Verhalten und zur Vorsorge zu fördern.

Der Erwerb eines Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten ist möglich durch:

·  Früherkennung und Vorsorge (z. B. Gesundheitsscheck, Krebsvorsorge, Zahnprophylaxe)
Solche Maßnahmen sind mit den höchsten Bewertungen verbunden. 

·  Teilnahme an qualitätsgeprüften Gesundheitskursen (d. h. Anerkennung im Rahmen des § 20 SGB V). Hier kann der Teilnehmer sowohl durch eine Rückerstattung der Teilnahmegebühren, als auch durch Bonuspunkte profitieren. Die Bewertungen sind ähnlich denen der Vorsorgemaßnahmen.

·  "Niederschwellige Angebote" wie z.B. die Mitgliedschaft im Sportverein, Leistungsabzeichen (Sportabzeichen) oder die Teilnahme an gesundheitsorientierten Sport- und Bewegungsangeboten (ohne Anerkennung nach § 20 SGB V)
Die Bewertung ist hier im Vergleich zu o.g. Maßnahmen geringer.
Die Krankenkassen werben mit verschiedenen Bonusmodellen für ihre Mitglieder. Einen einheitlichen Standard der Krankenkassen bei den Bonusmodellen gibt es leider nicht. Die meisten Krankenkassen belohnen ihre Mitglieder mit Sachprämien, teilweise auch mit Geldprämien. Die einzelnen Krankenkassen haben unterschiedliche Voraussetzungen für die Bonuspunkte. Einige Krankenkassen haben beispielsweise Bonusscheckhefte in denen die Präventionsmaßnahmen von dem jeweiligen Arzt oder Veranstalter abgestempelt und unterschrieben werden. Auch die Punktevergabe ist verschieden. Bei manchen Krankenkasse genügt die Mitgliedschaft in einem Sportverein, bei anderen müssen die Mitglieder bei Gesundheitskursen mit 80%iger Anwesenheit an einem Präventionsprogramm teilnehmen.
Zur Unterstützung der Arbeit von Übungsleitern und Vereinen kann eine Kopiervorlage einer Teilnahme-Bescheinigung für o.g. gesundheitsfördernde Bewegungsangebote bzw. für die Mitgliedschaft im Verein, welche von den Vereinen für jene Teilnehmer ausgestellt werden können, deren Krankenkasse nicht mit einem Bonus-Checkheft arbeitet hier heruntergeladen werden.
Weitere Formen einer Kooperation mit Krankenkassen sind auch möglich und sinnvoll:

Kassen dürfen weiterhin Öffentlichkeitsarbeit für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, z. B. für gesundheitsfördernde Bewegungsangebote, betreiben.
Vereine, die vom DTB mit dem PLUSPUNKT GESUNDHEIT.DTB ausgezeichnet worden sind, haben gute Chancen, dass die regionalen Geschäftsstellen der Krankenkassen bei ihren Mitgliedern für diese Maßnahmen wirbt und sie als besonders gesundheitsfördernd, da DTB-geprüft, ausweist.
Regionale Geschäftsstellen der Krankenkassen können PLUSPUNKT-Angebote:

  • in Mitgliederzeitschriften veröffentlichen
  • Aushänge machen
  • auf Handzetteln werben
  • im Rahmen der Sport- und Bewegungsberatung besonders empfehlen.
    Krankenkassen dürfen weiterhin gesundheitsfördernde Maßnahmen als Marketing-Instrument nutzen und diese entsprechend finanzieren. Dies wird aber voraussichtlich in weitaus geringerem Umfang geschehen als in den letzten Jahren. Von daher werden sicherlich an die Maßnahmen, die finanziell unterstützt werden, hohe Ansprüche gestellt werden.

Nehmen Sie Kontakt zu den regionalen Geschäftsstellen der Krankenkassen auf und klären Sie ab, ob die Kasse Interesse hat, bei attraktiven, werbewirksamen Vereinsangeboten präsent zu sein und diese dafür entsprechend zu fördern.

 Übersicht der Bonusmodelle der Krankenkassen [pdf, 22 KB]