Shows beim Turnfest
Insgesamt haben 70.000 Menschen die Shows während der Turnfestwoche besucht. Christine Eißner, Projektleiterin Großveranstaltungen beim Turnfest-OK, ist mit der Resonanz absolut zufrieden. Sowohl die Turnfestgala I und II – präsentiert von der Messe Frankfurt, als auch die Tuju-Show, das Rendezvous der Besten sowie das National Danish Performance Team waren ausverkauft. Lediglich bei der Japanese Gymnastics and Culture Night – präsentiert von Daiichi-Sankyo blieben einige Plätze leer. Den zahlreichen Zuschauern standen insgesamt fast 4.700 Akteure auf den Bühnen gegenüber, die meisten Mitwirkenden kann die Stadiongala mit 2.500 Menschen verbuchen.
Hervorheben kann man aus ihrer Sicht keine Show besonders, da sie von ihrem Programm her alle unterschiedlich sind und jede für sich ihre eigene Berechtigung hat. Aus den Rückmeldungen der Zuschauer ist zu schließen, dass die Programmmischung bestens gelungen war. Lediglich die Japanese Gymnastics und Culture Night rief eindeutig zweigeteilte Meinungen beim Publikum hervor: Während Turnbegeisterte sich etwas anderes von der Show der Studenten aus Japan versprochen hatten, waren dem Turnen weniger Vertraute absolut begeistert. Die Resonanz der Showbesucher: Der DTB wird immer jünger und dynamischer, da bewegt sich etwas und spiegelt sich in den Shows wider.
Die Strahlkraft auf das Publikum übertragen
Interview mit Enno-Ilka Uhde, Regisseur der Stadiongala
Mit der Stadiongala, die heute um 20.15 Uhr in der Commerzbank-Arena beginnt, setzt der DTB völlig neue Maßstäbe. Zum ersten Mal bei einem Deutschen Turnfest vereint die Stadiongala getreu dem Motto „Wir schlagen Brücken“ alle Darbietungen der 2.500 Mitwirkenden zu einem imposanten Gesamtwerk von 90 Minuten. Der Performance Designer Enno-Ilka Uhde verwandelt die Commerzbank-Arena in ein Meer aus visuellen und akustischen Eindrücken.
Herr Uhde, wie ist Ihre Stimmungslage so kurz vor der großen Show?
Ganz ausgezeichnet! Ich bin ruhig, gelassen und froh. Alles ist gerichtet und vorbereitet, Design, Technik, das Stadion, der weiße Rahmen, und vor allem haben wir alle, die mitwirken, die Sonne im Herzen, die Stimmung ist wirklich einfach super.
Wie schafft man eine derartige Vorfreude bei so vielen Akteuren?
Wir reden sehr viel miteinander, ich bin auch direkt zu den Gruppen gegangen, habe die Korrekturen besprochen. Aber wissen Sie, die 40 bis 50 Gruppen haben sich ein Jahr separat voneinander vorbereitet, dann haben wir das erste Mal alles zusammen durchlaufen lassen – und ich bin bald in Ohnmacht gefallen! Das war für mich nahezu perfekt!
Diese Großgruppen sind im besten Sinne des Wortes professionell, es ist sozusagen eine Profiveranstaltung der Masse. Und das macht dann einfach auch viel Spaß, gemeinsam an so etwas Schönem zu arbeiten, persönlich etwas Außergewöhnliches zu erleben. Diese Strahlkraft überträgt sich auf uns alle.
2.500 Mitwirkende, das ist auch logistisch eine große Herausforderung …
Das schon, aber die Bedingungen hier sind hervorragend, es stimmt alles – das Catering, die Ausgabe der Kostüme, das läuft alles in ruhiger Schönheit ab. Ich habe mehrere Veranstaltungen im Fußball gemacht, da spielen sich ganz andere Kämpfe ab. Dieses Turnfest hat ja das Motto „Wir schlagen Brücken“, und das tun wir hier täglich.
Was ist das Außergewöhnliche an der Show, die wir heute Abend sehen?
Auch die Show hat das Motto „Brücken bauen“. Das wird nie gesagt, aber mit jedem Bild umgesetzt. Das außergewöhnliche Konzept, das Design und vor allem die Mitwirkenden werden die Zuschauer heute etwas ganz Großes erleben lassen, das nur heute, nur ein einziges Mal, zu sehen sein wird. Dieses Konzept ist auch für mich eine Premiere, in dieser Dimension habe ich auch noch nie gearbeitet. Das ist ausschließlich mit dem DTB machbar, keine andere Organisation hätte auch nur annähernd das Potenzial, die Erfahrung und das Können, so eine Show zu gestalten.
Was muss passieren, damit Sie am Ende der Show ein glücklicher Regisseur sind?
Ich freue mich so sehr darauf, heute alles umsetzen zu können, was wir so lange vorbereitet haben. Wir werden dann glücklich sein, wenn das Erreichbare und das Erreichte zusammenfallen. Das wird so sein, da bin ich ganz sicher.




