Frauen im Porträt
Helma Henschel am 17.12.2008 verstorben
Helma Henschel, uns allen als engagierte und streitbare Turnerin bekannt, ist am 17.12.2008 verstorben. Bereits als 14-jährige trat sie in die Berliner Turnerschaft ein. Schon 5 Jahre später war sie Vorturnerin, danach �bungsleiterin. Sie entdeckte ihre Vorliebe für den Korbball und wurde Mitglied im Landesfachausschuss, dann Landesfachwartin, Bundesjugendfachwartin zur Bundesfachwartin im Korbball.
Immer aber war ihr die Stellung der Frauen in den Turnvereinen ein besonderes Anliegen. 1990 wurde sie Mitglied des BFA und setzte sich engagiert für frauenpolitische Belange im DTB ein. 1996 wurde sie zur Vizepräsidentin Frauen gewählt.
Unter ihrer Federführung wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gertrud Pfister das Coaching-Projekt des DTB durchgeführt. Ziel war es, Frauen für die �bernahme von Führungsaufgaben in den Landesturnverbänden zu gewinnen und fit zu machen. Helma war es wichtig, Frauen und ihre Arbeit in den Vereinen sichtbar zu machen. Sie stie� die Diskussion an, Ehrungen nicht abhängig zu machen von z.B. einer langjährigen Mitgliedschaft oder die langjährige �bernahme einer Aufgabe. So wurde 1999 der Els-Schröder-Preis zum ersten Mal im Römer, der guten Stube Frankfurts, verliehen.
Im Jahre 2000 zog Helma sich aus der Präsidiumsarbeit zurück; der Frauenarbeit im DTB blieb sie aber noch erhalten: Sie war Mitorganisatorin der Frauenaktivitäten auf dem Frauen-Info-Point anlässlich des Deutschen Turnfest in Leipzig. Am Turnfest in Berlin konnte Helma ohne ehrenamtliche Verpflichtungen teilnehmen und hat dies sehr genossen. Selbstverständlich war der dortige FrauenInfoPoint für sie einer der wichtigsten Anlaufstellen.
Am 12. September 2008 wurde Helma Henschel der Els-Schröder-Preis verliehen.
Wir werden Helma Henschel ein ehrendes Andenken bewahren.















