Rückblick Förderprogramm ZIEL+

Datum: 20.09.17

Insgesamt 37 Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend (dsj) sind seit dem 1.Januar 2016 an der Umsetzung des Förderprogramms ZI:EL+ „Zukunftsinvestition: Entwicklung jungen Engagements im Sport!“ beteiligt.

Der Fokus des Programms liegt auf der Engagementförderung für und mit jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zu den Strukturen des Sports. Die Zielgruppen des Programms sind junge Menschen mit Behinderung, junge Men-schen mit Migrationshintergrund, junge Menschen aus bildungsfernen Familien und junge Flüchtlinge.

Nach rund anderthalb Jahren der Förderung durch das Programm ZI:EL+ zogen die am Pro-gramm beteiligten Mitgliedsorganisationen nun auf der 2. KEM-Konferenz 2017 (KEM steht für „Koordination-Engagement-Management“) am 4. und 5. September in Frankfurt am Main ein positives Zwischenfazit. Die Ansprechpartner/innen der dsj-Mitgliedsorganisationen waren sich einig, dass es dank der Förderung des Programms ZI:EL+ durch das Bundesjugendministerium (BMFSFJ) gelingt, die Engagementförderung im gemeinnützigen Kinder- und Jugendsport in Deutschland maßgeblich weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig äußerten sie den Wunsch an das Bundesjugendministerium (BMFSFJ), den Bereich der Engagementförderung auch nach Ende des Programms im Jahr 2018 weiterhin zu fördern. Gerade für junge Menschen mit erschweren Zugangsbedingungen sei eine langfristige Unterstüt-zung sehr wichtig. Deshalb unterstützen die Ansprechpartner/innen der dsj-Mitgliedsorganisatio-nen für ZI:EL+ das Positionspapier der dsj zum Thema „Engagementförderung“ und fordern die Bundesregierung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) auf, die Engagementförderung durch Jugendverbände im Sport zu verstetigen.

Dass sich eine solche Förderung in die Strukturen des Kinder- und Jugendsports auszahlt, werde anhand der folgenden Kennzahlen des Jahres 2016 deutlich, heißt es:

Im Jahr 2016 wurden im Programm ZI:EL+ insgesamt 863 junge Engagierte und Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit im Sport an 2.290 Teilnehmendentagen zu Themenschwerpunkten des Förderprogamms, wie z.B. „Inklusion“, „Förderung junger Geflüchteter“ oder „Partizipation junger bildungsbenachteiligter Menschen“ qualifiziert. Von den 863 Teilnehmenden waren zudem 331 selbst direkt an der Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen beteiligt, das heißt 38 Pro-zent engagierten sich selbst innerhalb der Maßnahme.

Neben der Qualifizierung war im Jahr 2016 ebenfalls die Umsetzung von Projekten äußerst er-folgreich. Insgesamt 8563 Kinder, Jugendliche und Multiplikator/innen haben an 12.514 Projekt-tagen teilgenommen. Dies wurde dank des Engagements von insgesamt  2107 jungen Men-schen, die direkt an der Umsetzung von Maßnahmen beteiligt waren, möglich.

Jan Holze, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, zieht nach anderthalb Jahren Förderpro-gramm ZI:EL+ daher ebenfalls eine positive Bilanz: „Ich freue mich über die zahlreichen und wegweisenden Modellprojekte, die die dsj-Mitgliedsorganisationen im Programm ZI:EL+ umset-zen“, sagte er. „Dank dieser Projekte gelingt es, eine große Zahl junger Menschen für ein Enga-gement im Sport zu begeistern. Es freut mich besonders, dass gerade die Förderung benachtei-ligter junger Menschen dabei im Mittelpunkt steht. Die Ergebnisse der ersten anderthalb Jahre zeigen, dass wir das Programm auch über 2018 hinaus fortsetzen sollten. Dafür erhoffe ich mir politische Unterstützung.“

Fortführung des Programms

Viele der jungen Engagierten und Ansprechpartner/innen für ZI:EL+ in den dsj-Mitgliedsorganisationen beschäftigt bereits heute die Frage, wie es im Anschluss an das Förderprogramm weit-ergeht. Am 11. Dezember 2017 soll daher eine Zukunftswerkstatt stattfinden, die sich mit genau dieser Frage beschäftigen wird.

Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, kann sich diesen Termin schon mal vormerken. Eine Ein-ladung folgt per Rundschreiben an die dsj-Mitgliedsorganisationen.

Das Programm ZI:EL+ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).