Ballspiele

Freilich gehören die meisten Ballspiele an die frische Luft: auf den Hof, in den Garten, in den Park und auf die Wiese. Aber mit den folgenden Beispielen wollen wir Ihnen zeigen, dass es auch in der Wohnung Möglichkeiten gibt, mit allem zu spielen, was rund ist. Damit trainieren Sie grund-legende Fähigkeiten Ihrer Kinder, wie Werfen, Fangen, Rollen usw. und legen den Grundstein für das spätere Erlernen aller Ballsportarten. Die Auswahl möglichst "leiser" Bälle sorgt dafür, dass Ihnen die Nachbarn nicht gleich "aufs Dach" steigen. Hinweis: Ballspiele in der Wohnung können nicht die Erfahrungen raumgreifender Ball-spiele im Freien oder in der Halle ersetzen. Ermöglichen Sie Ihren Kindern deshalb so oft es geht das Ballspielen draußen.

Papierkorb-Zielwerfen
Verschiedene Flugkörper sollen in einen leeren Papierkorb geworfen werden:
Tischtennisball, Ball aus zerknülltem Zeitungspapier, Bierdeckel, Kastanie, Igelball, Softball, Frisbee. Mit Seilen werden drei Abwurflinien markiert. Wer von der ersten Markierung alle Flugkörper getroffen hat, darf auf die nächstentferntere Linie rücken usw.
Variation: Von einer Treppe aus wird mit einem Softball auf einen Papierkorb geworfen. Angefangen wird von der untersten Stufe, wer getroffen hat, darf jeweils eine Stufe höher klettern.Treppenspiele lassen sich auch draußen, eben überall wo es Treppen gibt, spielen.

Ballslalom
Im Hausflur wird mit Flaschen, Bauklötzen, usw. ein Slalom-Parcours aufgebaut. Jetzt müssen alle Mitspieler nacheinander einen Ball mit den Händen durch den Parcours rollen. Gewinner ist, wer am wenigsten Hindernisse abräumt. Als Bälle eignen sich Softbälle, Tennisbälle, usw.
Variation: Ball mit dem Fuß rollen, Ball mit einem Besenstiel führen.

Wurfbude
Einen Eierkarton offen auf den Boden stellen. Alle Mitspieler knien auf dem Boden (Kinder in Abstand von 1 m, Erwachsene im Abstand von 2 m) vor dem Karton und versuchen, mit Tischtennisbällen in die Mulden zu treffen. Wer die meisten Mulden trifft, ist der "Hühnerbaron".

Joghurtbecher-Pyramide
Eine Pyramide aus Joghurtbechern wird auf dem Boden aufgebaut. Von einer bestimmten Startmarkierung wird mit einem Ball versucht, die Pyramide zu treffen. Wer getroffen hat, baut die Pyramide wieder auf. Im Freien kann die Pyramide auf eine Mauer, Tisch im Garten, Bank auf dem Spielplatz aufgebaut und mit Bällen beworfen werden.

Eierdieb
Ein Korb wird mit Eiern (Tischtennisbällen) gefüllt, bei Bedarf können auch andere Bälle ergänzt werden. Ein Elternteil oder ein Kind spielt den "Eierdieb" und wirft alle Bälle aus dem Korb heraus. Der Rest der Familie versucht nun, schnell alle Eier zurück in den Korb zu bringen. Gelingt es dem "Eierdieb", den Korb ganz leer zu räumen?

Fang' den Ball
Ein Tischtennisball wird in einen Joghurtbecher gelegt und soll aus dem Becher hochgeworfen und wieder gefangen werden. Wenn das zu leicht ist, sind noch Zusatzaufgaben zu lösen:

  • Ball ein Mal aufprellen lassen, dann auffangen
  • Ball hochwerfen, in die Hocke gehen, wieder aufrichten und fangen
  • Ball hochwerfen, ein Mal um die eigene Achse drahen und auffangen

Feuerball
Als Feuerball eignet sich ein Softball, Igelball oder ein selbstgemachter "Knisterball". Der Ball wird nun mit dem Zauberspruch "Hokus, Pokus, dreimal schwarzer Kater", in einen Feuerball verwandelt, der sehr heiß wird und sofort an die Eltern oder Geschwister weitergeworfen werden muss. Fällt er zu Boden, kühlt er ab und muss neu verzaubert werden.

Schlösschen treffen
Eltern und Kinder versuchen mit einer Murmel ein "Schlösschen" zu treffen, dessen Grundmauern aus drei Murmeln bestehen, auf denen eine Vierte sitzt.

Bohnenkerne sammeln
Auf eine große Murmel wird ein Würfel gesetzt, dessen sechs Augen nach oben zeigen. Trifft man, fällt der Würfel auf den Boden, und man erhält so viele Bohnenkerne (Murmeln, Steinchen, Bauklötze...), wie seine Augen zeigen. Es kann eine beliebige Anzahl Spielrunden verabredet werden. Am Ende wird gezählt, allerdings ist dies bei jüngeren Kindern nicht wichtig. Das eigentliche Spiel zählt.
Jeder Mitspieler versucht, seine Murmel möglichst dicht an eine Wand zu kullern, ohne diese zu berühren. Variante: Als Zielpunkt kann auch ein am Boden sitzendes Lieblingsspielzeug gewählt werden. Draußen denkbar: eine in den Sand gezogene Linie oder der Schatten des Hauses, eines Baumes, etc.

Zielkullern
jeder Mitspieler versucht seine Murmel ganz dicht an eine Wand zu kullern, ohne diese zu berühren. Variante: Als Zielpunkt kann auch ein auf dem Boden liegendes Lieblingsspielzeug gewählt werden. Draußen denkbar: eine in den Sand gezogene Linie oder der Schatten des Hauses, eines Baumes, etc..

...in der Luft halten
Eltern und Kinder haben jeweils einen Luftballon und probieren ihn auf verschiedene Art und Weise in der Luft zu behalten:

  • mit den Händen hochschlagen, ohne dass er den Boden berührt
  • mit verschiedenen Körperteilen hochspielen, z.B. Finger, Schulter, Kopf, Fuß
  • durch das Hochspielen verschiedene Stimmungen ausdrücken, z.B. lebhaft, müde, lustig

Balancieren
Einen Luftballon auf verschiedenen Körperteilen balancieren.

Luftballontanz
Zu einer Musik lassen Eltern und Kinder ihre Luftballons "in der Luft" tanzen. Es eignet sich flotte Musik, zu der die Ballons heftig geschlagen werden und ruhige Musik, zu der die Ballons "schweben".
Variation: Den Ballon mit verschiedenen Körperteilen in die Luft spielen. Bei Musik "Stopp" fängt jeder schnell seinen Ballon.

Fliegenklatschen-Federball
Eine Schnur wird quer durch das Zimmer gespannt und Eltern und Kinder verteilen sich auf beiden Seiten. Jeder Mitspieler erhält eine Fliegenklatsche als Schläger und es wird mit einem Luftballon Federball gespielt. Wer keine Fliegenklatsche zur Hand hat, kann sich eine Zeitung zusammenrollen und mit Klebeband umwickeln.