Würfelspiele

Wer sagt eigentlich, dass Würfelspiele im Sitzen gespielt werden müssen? Durch Bewegungsaufgaben werden Würfelspiele zu Spielen, die alle Sinne ansprechen.
Bewegte Würfelspiele fördern die Konzentration der Kinder, weil ein kindgemäßer Wechsel von Bewegung und Entspannung erfolgt.
Nach dem Muster der folgenden Beispiele können Sie viele der traditionellen Würfel- und Brettspiele in Bewegungsspiele verwandeln - und Ihre Kinder haben noch mehr Spaß dabei.

Aufgabenwürfeln
Vor Spielbeginn einigen sich alle Mitspieler auf jeweils eine Tätigkeit für jede der sechs Zahlen des Würfels, zum Beispiel:

  • bei eins  - ein Luftsprung
  • bei zwei - auf einen Stuhl stellen
  • bei drei  - Purzelbaum
  • bei vier  - auf den Rücken legen und wie ein Käfer mit Armen und Beinen strampeln
  • bei fünf  - auf einem Bein stehen
  • bei sechs - noch einmal würfeln

Jetzt wird reihum gewürfelt, und der Würfler muss die vereinbarte Tätigkeit für seine Zahl vorführen.

Würfelungeheuer
Es wird der Reihe nach gewürfelt. Sobald eine Sechs gewürfelt wird, verwandelt sich der "Würfler"  zum "Ungeheuer" und versucht die anderen Mitspieler zu fangen, die zu einem vereinbarten Zielpunkt laufen (Küche, Wohnungstür, Sofa) und erst dort in Sicherheit sind.
Eventuell einen Elternteil auswählen, der immer das "Ungeheuer" spielt, egal wer der "Würfler" war. Insbesondere bei jüngeren Kindern ist das hilfreich.

Mensch-ärgere-dich-nicht
Mit Zeitungsblättern (eventuell in kleine Stücke schneiden) wird ein Parcours durch die Wohnung gelegt, die Eltern und die Kinder selbst sind die Spielfiguren.
Gespielt wird mit einem Würfel. Wer auf ein Feld gelangt, auf dem schon ein Mitspieler steht, darf ihn rauswerfen. Wer zuerst den ganzen Parcours durchlaufen hat, ist Sieger.
Wem das Spiel zu schnell gegangen ist, kann es "mit drei Leben" spielen, d.h. jeder Spieler muss den Parcours dreimal durchlaufen - wer das als erstes geschafft hat, der hat das Spiel gewonnen.

Zimmerlaufen
Jede Augenzahl des Würfels bestimmt einen Ort, zu dem alle Mitspieler laufen müssen, z.B.:
bei 1: Kinderzimmer
bei 2: Küche
bei 3: hinter den Vorhang
bei 4: Wohnzimmer
bei 5: auf ein Bett legen
bei 6: Bad
Befinden sich Eltern und Kind gerade an dem Ort, den die Würfelzahl bestimmt, gibt es eine kurze "Auszeit" und der Würfel wird an den nächsten Mitspieler weitergegeben.

Schneckenrennen
Start für alle "Schnecken" ist die unterste Treppenstufe im Haus oder einer Treppe im Freien. Jede Augenzahl des Würfels bestimmt eine Aktion auf der Treppe:

  • bei 1: der Würfler darf eine Stufe höher gehen
  • bei 2: alle Mitspieler dürfen eine Stufe höher gehen
  • bei 3: der Würfler darf drei Stufen auf allen Vieren hinaufgehen
  • bei 4: alle Mitspieler müssen eine Stufe nach unten gehen
  • bei 5: der Würfler darf einen beliebigen Mitspieler eine Stufe nach unten schicken
  • bei 6: einmal aussetzen

Gewonnen hat schließlich die Schnecke, die als erste die oberste Treppenstufe erreicht hat.