Übungsleiter/in C (ÜL C) - erste Lizenzstufe

Im Kinderturnen beginnt die erste Qualifizierungsstufe im Lizenzwesen mit der 1. Lizenzstufe, der sogenannten Übungsleiter/in-C-Lizenz.

Die Ausbildung umfasst 120 Lerneinheiten und wird i.R. von den Landesturnverbänden/Landesturn(er)jugenden oder den Turnbezirken/-gauen durchgeführt. Das Mindestalter für Teilnehmer/innen beträgt 16 Jahre.

Es besteht die Möglichkeit, die Übungsleiter/in-Lizenz mit zielgruppenspezifischen Ausrichtungen zu erwerben: Entweder für das Vorschulalter (Eltern-Kind-Turnen/Kleinkinderturnen) oder für das Grundschulalter (Kinderturnen). Der Grundkurs der 1. Lizenzstufe Kinderturnen besteht aus Inhalten, die für die gesamte Zielgruppe Kinder relevant sind. Der sogenannte Aufbaukurs wird dann zielgruppenspezifisch durchgeführt (sogenanntes Y-Modell).

Die Form des Y-Modells stellt eine Möglichkeit des Ausbildungsaufbaus dar und wird je nach Rahmenbedingungen von den Landesturnverbänden/Landesturn(er)jugenden in den Ausbildungen zum Kinderturnen angeboten.

Inhalte der Ausbildung

Für die Ausbildungen im Bereich Eltern-Kind-Turnen / Kleinkinderturnen und im Kinderturnen wird der Schwerpunkt auf die Förderung und Weiterentwicklung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz der Übungsleiter/innen gelegt.

Dementsprechend werden folgende Ziele formuliert:

  • Die Übungsleiter/innen sollen Inhalte des Eltern-Kind-, Kleinkinder- und Kinderturnens kennenlernen, analysieren und begründen können
  • Sie sollen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Gestaltung von Angeboten im Freizeit- und Breitensport erwerben
  • Sie sollen Bewegungsangebote nach den Bedürfnissen der Zielgruppe planen und anbieten können
  • Sie sollen organisatorische Voraussetzungen und Bedingungen des Freizeit- und Breitensports kennenlernen und in Bewegungsangebote umsetzen

Im Besonderen bedeutet dies, dass die Übungsleiter/innen durch ihre Ausbildung in der Lage sein sollten:

  • Die Bedeutung der motorischen Entwicklungsförderung für die kognitive, soziale, emotionale und personale Entwicklung des Kindes zu kennen und zu nutzen,
  • die Entfaltung der elementaren Bewegungsfähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten individuell zu fördern,
  • sportliche, spielerische und gestalterische Bewegungshandlungen anzubieten und
  • erste Kenntnisse des Körper- und Bewegungsbewusstseins zu vermitteln.

Für die Übungsleiter/innen bedeutet dies,

  • sich der Bedeutung ihrer Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bewusst zu werden,
  • die Aufgabe als Bewegungsanwalt für Kinder anzunehmen und
  • sich ihrer Sozialkompetenz bewusst zu werden und diese gezielt einzusetzen