Weniger sitzen – mehr bewegen!

Datum: 15.04.17

Alles zählt nur Sitzen nicht:Die Universität Bielefeld und Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) haben ein Spiel entwickelt, um Familien spielerisch zu motivieren aufzustehen und sich im Alltag mehr zu bewegen.

Die Materialien und Tipps zum Spiel „Familienaufstand!“ sind kostenfrei im Internet verfügbar.

Im Rahmen des Engagements zur Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen wird der „Familienaufstand!“ durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

 „Familienaufstand!“ fördert spielerisch einen Familienalltag, in dem weniger gesessen und sich mehr bewegt wird. Denn dem Sitzenden Lebensstil sollte möglichst früh entgegengewirkt werden, da ein bereits im Kindesalter „erlernter“ Sitzender Lebensstil mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. Dies erhöht neben weiteren Faktoren, wie Fehlernährung, fehlende sportliche Aktivität und Schlafmangel, das Risiko für u. a. Diabetes Typ 2, Übergewicht und Herz-Kreislauf- sowie Stoffwechselerkrankungen. Selbst Sport kann die gesundheitlichen Risiken eines Sitzenden Lebensstils nicht vollständig ausgleichen. Daher ist es wichtig, lange Sitzzeiten durch Aufstehen und durch Bewegung zu unterbrechen und zu reduzieren. „Familienaufstand!“ wirkt dem Sitzenden Lebensstil entgegen und spricht die gesamte Familie an.

Unter www.familienaufstand.de ist das Spiel im Internet verfügbar. Neben dem zugehörigen Download der Spielmaterialien gibt es auf dieser Seite auch viele weitere Informationen und Tipps rund um die Themen Aufstehen und Bewegung.

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Über 100 Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Das Thema „Sitzender Lebensstil“ wird von peb seit mehreren Jahren bearbeitet und kommuniziert.

Die Universität Bielefeld ist an diesem Projekt mit der Arbeitsgruppe 4 „Prävention und Gesundheitsförderung“ der Fakultät für Gesundheitswissenschaften beteiligt. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Petra Kolip und PD Dr. Jens Bucksch beschäftigt sich mit der grundsätzlichen Frage, wie sich die Gesundheit fördern und Krankheit verhindern lassen. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kinder- und Jugendgesundheitsforschung, in der Frauen- und geschlechtergerechten Gesundheitsforschung, der Gesundheitskommunikation und im Themenfeld Evaluation und Qualitätsentwicklung. Das Thema Sitzender Lebensstil wird seit einigen Jahren unter einer verhaltensepidemiologischen Perspektive aufbereitet.

(Quelle: peb)