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Trittsicher-Symposium mit Müntefering

Datum: 04.07.17

Am Samstag (01.7.2017) diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus der Gesundheits-, Sozial- und Kommunalpolitik, der Krankenkassen und Ärzteschaft sowie Wissenschaftler aus der Altersforschung am Sitz des Deutschen Turner-Bundes (DTB) über die Zukunft der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Symposium Trittsicher in die Zukunft

Vormittags wurden die herausragenden und beeindruckenden Ergebnisse des Projekts „Trittsicher durchs Leben“ vorgestellt und die Umsetzung durch kurze Interviews mit den einzelnen praktischen Akteur/innen dargestellt. Hierbei hatten die Teilnehmenden des Symposiums die Möglichkeit, Übungen aus dem Bewegungsprogramm auszuprobieren.

Bereits 1.400 Bewegungskurse wurden in knapp zwei Jahren durchgeführt. Das bedeutet: rund 15.000 Ältere im ländlichen Raum wurden in Bewegung gebracht. Die durchschnittliche Distanz zwischen Wohnort und Kursangebot liegt bei 1,7 km. Die Wohnortnähe ist dementsprechend erreicht worden. 97 Prozent waren vollkommen mit Freude dabei und würden den Kurs weiterempfehlen, 63 Prozent geben sogar an, eine starke Verbesserung Ihrer Trittsicherheit erreicht zu haben. 

Nach dem Mittagessen eröffnete Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen BAGSO, die Diskussionsrunde mit seinem Vortrag zum Thema: Gesundheitsversorgung und Prävention älterer Menschen im ländlichen Raum. Er stellte fest: „Bewegung der Beine ernährt das Gehirn“ und viele Personen sind heute „im körperlichen Stillstand weltweit unterwegs“. Dies wird laut Müntefering beispielsweise durch die vollen Rolltreppen und die leeren normalen Treppen deutlich. Er ist der Meinung, dass für ein gesundes, selbständiges Altern die sogenannten drei L’s entscheidend sind: Laufen steht für Bewegung, Gymnastik und Tanzen, etc. Lernen symbolisiert, dass man immer neugierig bleiben und weiter lernen sollte und Lachen betont den Spaß und die Freude am aktiven Leben.

Zwei vorgestellte praktische Beispiele „Das Mittagstisch-Projekt“ des dlv und „Auf (Aktiv und fit) Leben“ vom DTB veranschaulichten weitere gute Umsetzungen im Bereich Gesundheitsförderung im ländlichen Raum.

Schlussendlich wurde in der Podiumsdiskussion erörtert, was notwendig ist, um Gesundheitsversorgung älterer Menschen im ländlichen Raum nachhaltig zu ermöglichen und wie solche Projekte zum Dauerangebot werden können. 

Hierbei waren sich Prof. Dr. Jürgen Bauer, Präsident - Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Lehrstuhlinhaber für Altersmedizin, Univ. Heidelberg, Rainer Brechtken, Ehrenpräsident - Deutscher Turner-Bund, Ursula Horzetzky, Referatsleiterin Ernährungsprävention, Ernährungsinformation - Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), Brigitte Scherb, Präsidentin - Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv) einig, dass für die Nachhaltigkeit Strukturen geschaffen werden müssen (auch in Form von hauptamtlicher Akteure) und finanzielle Unterstützung von Seiten des Gesetzgebers notwendig sind. 


Wegen des unerwartet großen und erfreulichen Erfolgs von „Trittsicher durch Leben“ und den vielen begeisterten Rückmeldungen der Teilnehmer/innen sind sich alle Partner - SVLFG, RBK, DTB und dlv - einig: das Projekt soll und wird weitergehen.

Weitere Informationen zum Projekt "Trittsicher durchs Leben"