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DTB trauert um Karl-Heinz Schwirtz

Datum: 24.07.17

Der Deutsche Turner-Bund trauert um seinen ehemaligen Generalsekretär. Kurz vor seinem 87. Geburtstag ist Karl-Heinz Schwirtz, von 1980 bis 1990 Generalsekretär des Deutschen Turner-Bundes, am 19. Juli 2017 in seiner Wahlheimat Sasbachwalden verstorben.

Karl-Heinz Schwirtz †

Im kleinen Kreis von Familienangehörigen, Nachbarn und Freunden fand er im Friedwald in Rheinau seine letzte Ruhestätte. Vom Deutschen Turner-Bund erwiesen die ehemaligen Vizepräsidenten Prof. Dr. Herbert Hartmann und Hans-Jürgen Zacharias sowie der hauptamtlichen Mitarbeiter Odilo Herzog und Roman Pflüger dem Verstorbenen die letzte Ehre.

Der aus dem Rheinland stammende Architekt war Zeit seines Lebens mit dem Turnen verbunden und auf allen Ebenen der Turnbewegung tätig. Er war 20 Jahre lang Vorsitzender des TV Heimbach und begann sein ehrenamtliches Engagement in der Turnerjugend, zunächst als Landesjugendwart im Rheinischen Turnerbund (1960), von 1967 bis 1970 als Bundesjugendwart der Deutschen Turnerjugend (DTJ). Sodann übernahm er im Präsidium des DTB das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden (1970-78) sowie des Oberturnwartes (1978-1980) und wechselte 1980 als Generalsekretär in die hauptamtliche Leitung der DTB-Geschäftsstelle. Beim Deutschen Turntag 1990 unterlag er dem Oldenburger Professor Jürgen Dieckert bei der Wahl zum DTB-Präsidenten und verabschiedete sich im Anschluss aus den hauptamtlichen Diensten des DTB. 

„Karl-Heinz Schwirtz hat sowohl während seiner ehren- als auch während seiner hauptamtlichen Tätigkeit deutsche und internationale Turngeschichte geschrieben“, meinte Hans-Jürgen Zacharias in seinem Nachruf.

Er war stets bemüht, dem DTB eine modernen Erfordernissen angepasste Struktur zu geben. Das galt insbesondere für die Zeit der Aufnahme der neuen Landesturnverbände, die durch Beendigung des Turnverbandes der DDR und einiger weiterer Verbände entstanden waren.

Schwerpunkt seines ehren- und hauptamtlichen Engagements war jedoch die Vielfalt im Turnen und insbesondere das Allgemeine Turnen als Freizeit- und Gesundheitssports, was seine Berufung in den Bundesausschuss Breitensport des damaligen Deutschen Sportbundes nach sich zog.

Sein Meisterstück gelang ihm mit der einzigartigen DTB-Kampagne „aktiv-er-leben“, die von 1986 bis 1996 den DTB prägte, ein großer Wurf in Kooperation mit einem namhaften Großsponsor.

Der Deutsche Turner-Bund würdigte die Verdienste von Karl-Heinz Schwirtz 1980 mit der Verleihung seiner  zweithöchsten Auszeichnung, der Ehrenurkunde. Der Bundespräsident verlieh ihm 1990 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

International setzte sich Karl-Heinz Schwirtz dafür ein, dass sich der Internationale Turnerbund auch für den Breitensport zuständig fühlen müsse. Das Technische Komitee Allgemeines Turnen wurde geboren, in welchem Karl-Heinz Schwirtz maßgeblich im Entwicklungsprojekt „Allgemeines Turnen weltweit“ mitarbeitete.

Mit der Broschüre „Geschichte und Bedeutung des Allgemeinen Turnens weltweit“ verabschiedete sich Karl-Heinz Schwirtz aus dem internationalen Bereich. Der Internationale Turnerbund würdigte 1992 seine Verdienste mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.