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Erster Fitness-HotSpot eröffnet

Datum: 16.05.17

386 Tage hat es von der Erstvorstellung des kommunalen Präventionsprojektes „Fitness-Locations“ bis zur Eröffnung des bundesweit ersten „Fitness-HotSpots“ in Gießen gedauert. Dass dieses Projekt im Vergleich zu anderen Pilotstädten derart schnell umgesetzt werden konnte, ist auch dem glücklichen Zufall zu verdanken, dass bereits im Jahr 2015 die Vertreter der freien Sportgruppe „Streetworkout Gießen“ die Stadtverwaltung auf die Notwendigkeit solch einer öffentlich zugänglichen Sportanlage aufmerksam gemacht hatten.

Gemeinsam mit der BARMER und dem Deutschen Turner-Bund konnten dann beim Beteiligungsworkshop im April 2016 die wichtigen Stadtvertreter von der Bedeutung dieses Projektes für die Bürgerinnen und Bürger Gießens endgültig überzeugt werden.

Koordinierungsgruppe nimmt die Arbeit auf

Die daraufhin gegründete Koordinierungsgruppe – bestehend aus Sportamt (vertreten durch Tobias Erben), Gartenamt (vertreten durch Ludwig Wiemer), freien Sportgruppe „Streetworkout Gießen“ (vertreten durch Andre Mottner und Jan Gellert), BARMER (Thorsten Noll) und DTB (Jörn Rühl und Vitalij Mihailoff) – konstruierte eine 220qm große Geräteanlage für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Dabei wurde die vom DTB entwickelte Referenzanlage (120qm) durch weitere Module vervollständigt, um das speziell dafür verfasste Trainingskonzept für eine breite Nutzergruppe zu sichern und die darüber hinaus reichenden Trainingsanforderungen der fortgeschrittenen Streetworkouter zu erfüllen.  Abrundend untersuchte die Stiftung „Sicherheit im Sport“ die Gesamtkonzeption und gab wertvolle Tipps zur sicheren Gestaltung des Fitness-HotSpots.

Wettkampf zur Eröffnung

Die Anknüpfung der feierlichen Eröffnung an das Stadtpark-Frühlingsfest am 7. Mai in Gießen Wieseckaue hat sich gelohnt. Rund 200 Zuschauer verfolgten die zahlreichen Workshops und Wettkämpfe, die von „Streetworkout Gießen“ organisiert wurden. 13 Teams aus Frankfurt, Essen, Bremen, Wetzlar, Gießen, Wiesbaden und dem Hunsrück versuchten eine maximale Wiederholungsanzahl in fünf ausgewählten Übungen (Stützbeuge, Liegestütz, Klimmzüge, Muscle Ups und einbeinige Kniebeuge) zu erreichen. Dass diese Sportart keine reine Männerdomäne ist, stellten zwei Damen anschaulich unter Beweis: Mit rekordverdächtigen 122 Liegestützen und 22 Klimmzügen wurden einige Leistungen der anwesenden Herren in den Schatten gestellt.

Fitness-HotSpots für Jedermann

Sicherlich sind solche Wettkämpfe eine tolle Art, die Nutzung der öffentlich zugänglichen Sportanlagen zuschauerwirksam darzubieten. Wie man aber das eigenständige Training an dieser Anlage gestalten kann, wurde den Interessenten bei der Eröffnungsfeier am Beispiel eines Zirkeldurchlaufs erklärt. An den vor Ort angebrachten Infotafeln bekommen die Nutzer – ganz egal, ob Einsteiger, fortgeschrittene Fitnesssportler oder gar Leistungssportler – innerhalb von drei verschiedenen Zirkeln eine detaillierte Anleitung zum DTB-BARMER-Trainingskonzept. Für eine professionelle und nachhaltige Nutzung ist ebenfalls gesorgt. Der MTV 1846 Gießen befindet sich derzeit im Ausbau seines Outdoorfitness-Angebots und wird demnächst angeleitete Kurse am Fitness-HotSpot im Waldbrunnenweg anbieten. Parallel dazu befindet sich der Verein in Gesprächen mit der freien Sportgruppe „Streetworkout Gießen“ mit dem Ziel, eine neue Abteilung für diese Sportgruppe innerhalb des Vereins zu schaffen.

Gemeinsam Großes schaffen

„Der Fitness-HotSpot Stangenpark Wieseckaue zeigt zukunftsweisend, wie es gelingen kann, dass ein Vorhaben mit hohem Nutzen für die gesamte Bevölkerung durch konstruktives und offenes Miteinander verschiedener Institutionen aus Politik, Stadtverwaltung, Gesundheit und organisiertem Sport im Zusammenspiel mit freien Sportgruppen und bürgerschaftlichem Engagement in kurzer Zeit realisiert wird.
In diesem Sinne hoffe ich, dass sich die freie Sportgruppe „Streetworkout Gießen“ und der MTV 1846 Gießen weiter annähern und sich gegenseitig in ihren Entwicklungen befördern. Die BARMER als starker Partner beteiligt sich im Rahmen des Präventionsgesetzes an dem bundesweit angelegten Projekt "Fitness-Locations". Ziel des kommunalen Vorhabens zur Gesundheitsförderung ist, die Menschen dort zu erreichen, wo sie leben. Es wäre zudem eine Bereicherung für die Sportentwicklung, wenn dieses Projekt über die Grenzen Gießens hinaus Politik, Vereine und Sporttreibende begeistert und viele Nachahmer findet.“, sagte DTB-Generalsekretärin, Michaela Röhrbein.

Weitere Informationen zum Projekt „Fitness-Locations“ finden Sie im Bereich Fitness- und Gesundheitssport.