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Offizielle Stellungnahme

Datum: 16.06.14

Stellungnahme des Deutschen Turner-Bundes zu Vorwürfen in Zusammenhang mit dem Nationalmannschaftszentrum Rhythmische Sportgymnastik in Fellbach-Schmiden

Eine Athletin der Rhythmischen Sportgymnastik im RSG-Nationalmannschaftszentrum Fellbach-Schmiden, die mittlerweile ausgeschieden ist, und deren Mutter haben schwere Vorwürfe gegen das Trainerteam erhoben. Dabei geht es um die Anwendung körperlicher Gewalt, Essensentzug sowie die Verabreichung verschreibungspflichtiger Medikamente.

Dem Dienstvorgesetzten der beiden Trainerinnen, dem Präsidenten des Deutschen Turner-Bundes, sind die Vorwürfe am Montag, den 2. Juni 2014 durch die schriftliche Stellungnahme der Gymnastin und ihrer Mutter erstmalig bekannt geworden. Die Verantwortlichen des Deutschen Turner-Bundes nehmen diese Vorwürfe sehr ernst.

Am Dienstag, den 3. Juni 2014 hat der Sportdirektor des DTB, Wolfgang Willam, telefonisch Kontakt mit der Mutter der Gymnastin aufgenommen und eine Klärung der Sachverhalte zugesagt. Nachdem sich herausgestellt hat, dass die erhobenen Vorwürfe alle Gymnastinnen des Nationalmannschaftszentrums betreffen könnten, wurden bereits am Mittwoch, den 4. Juni 2014 sowie am Donnerstag, den 5. Juni 2014 alle Gymnastinnen aus dem Bereich RSG-Gruppe durch den Sportdirektor im Beisein einer dritten Person angehört. Ebenfalls wurden die beiden Trainerinnen zu den schweren Vorwürfen befragt. Die Trainerinnen haben in ihrer Anhörung eindeutig und klar erklärt, dass die angesprochenen Vorwürfe in allen Einzelpunkten nicht zutreffen. Aus der Anhörung aller Gymnastinnen der RSG-Nationalmannschaft Gruppe ergibt sich ebenfalls, dass die Vorwürfe nicht bestätigt wurden.

Am Mittwoch, den 11. Juni 2014 fand dann mit der Athletin und deren Mutter, die die Vorwürfe erhoben haben, ein persönliches Gespräch des DTB-Sportdirektors in Halle statt. Dabei wurden beide auch mit den Aussagen der Trainerinnen und den der übrigen Athletinnen konfrontiert. Beide, sowohl die Athletin als auch die Mutter, haben die Vorwürfe trotz der gegenteiligen Aussagen der Beschuldigten aufrechterhalten.

Am Samstag, den 14. Juni 2014 fand ein dienstliches Gespräch des Dienstvorgesetzten mit den betroffenen Trainerinnen statt. In diesem Gespräch haben die beiden Trainerinnen eine Erklärung dahingehend abgegeben, dass keine der angesprochenen Vorwürfe zutreffen. Die beiden Trainerinnen wurden vom Dienstvorgesetzten darüber in Kenntnis gesetzt, dass jeder einzelne Punkt der Vorwürfe Gegenstand ihrer dienstlichen Erklärung ist und sofortige arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich zieht, wenn sich herausstellen sollte, dass einzelne Punkte ihrer dienstlichen Erklärung nicht zutreffen. In diesem Gespräch haben sich die Trainerinnen ausdrücklich vorbehalten, ihrerseits rechtliche Schritte, unter Umständen wegen übler Nachrede, einzuleiten.

Der Deutsche Turner-Bund wird jetzt eingehend prüfen, welche Maßnahmen am RSG-Nationalmannschaftszentrum Fellbach-Schmiden zu ergreifen sind, um derartige Konfliktfälle zukünftig frühzeitiger zu erkennen und einer umgehenden Klärung zuführen zu können. Ebenfalls ist mit den handelnden Personen vor Ort zu überprüfen, an welchen Stellen das trainingspädagogische Konzept des Nationalmannschaftszentrums verbessert werden kann.