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OL-WM in Estland

Datum: 05.07.17

Mit dem 22. Rang beim Weltmeisterschaftslauf über die Langdistanz bestätigte Susen Lösch (USV Jena) die Platzierung aus dem Vorjahr. Auch Moritz Döllgast (TV Oberbexbach) zeigte bei Rõuge, 85 Kilometer südlich von Tartu, eine bärenstarke Leistung und lief auf den 36.Platz bei seinem ersten WM-Rennen. Antraut Götsch (USV Jena) beendete den Wettkampf vorzeitig. Die Weltmeistertitel gingen nach Schweden und Norwegen.

Susen Lösch

Nach einer Weltreise war sich Susen Lösch im Vorfeld der Weltmeisterschaften nicht sicher, wie die aktuelle technische und läuferische Form genau ist. Daher nutzte die Jenaer Orientierungsläuferin die ersten Tage in Estland, um sich in Ruhe und zielgerichtet auf das Gelände und die Anforderungen einzustimmen. Gleich auf dem langen Schlag zum ersten Posten war die Studentin der Medizinphysik hellwach und wählte die vermeintlich schnellste nördliche Routenwahl. Auf dem Weg dahin war für Antraut Götsch nach einem o-technischen Fehler das Rennen schon beendet. Bis zum 15 Posten mussten dann alle Läuferinnen zwei gegabelte Bahnabschnitte mit kürzeren Postenverbindungen absolvieren. In diesem Bereich unterlief Susen Lösch ein Fehler mit geschätzten 2-3 Minuten Zeitverlust. Der Weg bis zum Sichtposten und die letzte Schlaufe waren dann wieder souverän, auch wenn die Kraftvorräte langsam zu Ende gingen.

Fast schon entspannt stand Moritz Döllgast nach fast 138 Minuten Laufzeit und
einem scheinbar endlosen Schlussanstieg zum Interview bereit. Kurz und knapp
analysierte er einen sicheren aber harten Lauf im estnischen Geläuf. Bei seinem
ersten WM-Einsatz lief der Student der Werkstoffwissenschaften mit dem 36. Platz
gleich in die Weltcup-Punkte und Bestand mit Bravour auf einer Distanz, auf
welcher man in der Regel erst nach mehreren Jahren in der Elite richtig gute
Leistungen bringt.

Die Weltmeistertitel bei den Damen gingen an Tove Alexandersson (Schweden).
Nach krankheitsbedingter Erholungspause zum Beginn der WM, zeigte sich die
schwedische Ausnahmeläuferin in alter Stärke und verwies Maja Alm (Dänemark)
und Natalia Gemperle (Russland) auf die Plätze.

Bei den Herren konnte sich Olav Lundanes über seine vierte Goldmedaille bei einer
WM über die Langdistanz freuen. Nach dem Wettkampf analysierte der Norweger
den Wald als typisch estnisch, was für ihn bedeutete, dass dieser oft nicht wirklich
gut belaufbar war. Leonid Novikov (Russland) haderte als Zweitplatzierter mit der
Länge der Bahn, bei der die anvisierte Siegerzeit von 100 Minuten klar verfehlt
wurde. Der dritte Rang ging an den Schweden William Lind.