Frauen-Hallenfaustball-DM: Ahlhorn siegt

Datum: 07.03.17

Mit einem deutlichen 3:0-Sieg gegen den TSV Dennach gewinnt der Ahlhorner SV die Hallenfaustball-DM der Frauen.

Foto: DFBL/Stöldt

Mit dem Duell des Ersten der Nord-Bundesliga aus Ahlhorn gegen den Süd-Meister aus Dennach hat die DM das bestmögliche Finale erhalten. Gleich fünf aktuelle und ehemalige Weltmeisterinnen standen zu Beginn auf dem Platz – drei bei Dennach und zwei bei Ahlhorn.

Pia Neuefeind, eine Angreiferin des Ahlhorner SV: „Wir hatten noch eine Rechnung aus dem Europacup offen und die Revanche ist uns geglückt! Es war unser Ziel, hier das Finale zu erreichen, um die damalige Niederlage geradezurücken – dass uns das gelungen ist, ist natürlich super.“

Den ersten Finalpunkt setzte der Titelverteidiger und Europacupsieger aus dem Schwarzwald. Taktisch starteten beide mit demselben Konzept. Sie nahmen die jeweils gegnerische Schlagfrau aus dem Spiel. Das funktionierte bei Dennach besser, das Team führte mit 4:1. Diese 3-Punkte-Führung hatte lange Bestand, bei 9:6 stand Dennach kurz vor dem Satzgewinn. Dann traf Sonja Pfrommer doppelt das Netz und der ASV konnte ausgleichen – 9:9. Noch ein Pfrommer-Fehler in der Annahme brachte Ahlhorn den ersten Satzball der Partie. Und das Team von Trainerin Edda Meiners holte sich den Satz – Pfrommer wurde ein Fußfehler abgepfiffen – 11:9 für Ahlhorn nach 6:9-Rückstand.

Dennach wechselte defensiv. Weltmeisterin Sophia Scheidt kam für die angeschlagene Christina Grüneberg. Für Scheidt war es der letzte Auftritt für die „Pink Ladies“, denn sie wird den Verein studienbedingt nach der Meisterschaft verlassen. Dennach war damit mit vier Abwehrspielerin auf dem Platz, Scheidt rückte nach vorne. Ahlhorn holte sich gleich wieder einen Vorsprung, zog auf 4:0 davon und dann auf 7:1. Bei Dennach lief in dieser Phase gar nichts zusammen. Pfrommer servierte weitere Fehler, die dem ASV das für diesen Satz vorentscheidende 9:1 brachten. Dann das 10:1, das von Dennach noch verschönert werden konnte. Bei 10:4 unterlief Pfrommer dann aber der entscheidende Annahmefehler und der Ahlhorner SV holte sich die 2:0-Satzführung.

Dennach blieb auch im dritten Satz bei seinem Konzept: Angreiferin Grüneberg blieb weiter draußen, von einer Blessur an der Hand gehandicapt. Ahlhorn nutzte das mit seiner Erfahrung aus und profitierte auch von einer verunsichert wirkenden Weltmeisterin Sonja Pfrommer. Dennoch punktete Dennach nun das eine oder andere Mal und führte zur Satzmitte mit 5:2. Dann meldete sich die Mannschaft des weltgrößten Faustballklubs aus dem Oldenburger Land zurück, verkürzte, punktete dreifach und glih aus. Auch die nächsten Punkte gingen in den Norden, Pfrommer servierte in die Leine zum 7:5 für den ASV. Mittlerweile hatte Sarah Reinecke in der Abwehr Jacky Zaddach ersetzt. Doch noch war Dennach nicht geschlagen – nach Leinenball Imke Schröder war der 8:8-Ausgleich da. Das war dann jedoch der letzte Punkt des Titelverteidigers – die nächsten drei gehörten dem ASV. Den entscheidenden machte Pia Neuefeind zum 11:8 und 3:0-Erfolg und damit zum Deutschen Meistertitel 2017.

Dem großen Favoriten Dennach, der vor Wochen noch souverän den Europacup gewann, blieb diesmal nur der zweite Rang.

Die Bronzemedaille sicherte sich zuvor im "kleinen Finale" der MTSV Selsingen ebenfalls mit 3:0 (11:4, 11:9, 11:5) gegen den TSV Calw. Den geteilten fünften Platz belegten die beiden Dritten der Vorrundengruppen vom TV Vaihingen/Enz und SV Moslesfehn.

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