Sport für alle? Dann alle mitnehmen!

Datum: 08.03.17

Die 4. Auflage des Brandenburger Sport- und Fitness-Kongresses (24. bis 26. Februar 2017) im Sport- und Bildungszentrum Lindow/Mark war ein Erfolg. Das bestätigen nicht nur die hohe Teilnehmeranzahl und der Umfang sowie die Vielfalt der angebotenen Workshops. Auch das persönliche Fazit der mehr als 240 Aktiven und des Org.-Teams bestätigen diese Feststellung.
Der Märkische Turnerbund Brandenburg (MTB) und das Sport- und Bildungszentrum Lindow/Mark hatten dafür durch eine gute und langfristige Vorbereitung alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen.                                    

Ein erfolgreiches Experiment
Mehr als 120 Sportlehrerinnen und Sportlehrer aus Brandenburg, angrenzenden Bundesländern und sogar aus Köln und Osnabrück nutzten am ersten Kongresstag die Gelegenheit, sich im Rahmen eines speziellen Workshop-Angebots über mögliche Gestaltungsformen und -elemente  für einen zukünftig  noch moderneren Sportunterricht in den Schulen zu informieren.
Airtrack, Floorball für die Primarstufe, Cross-Shaping Outdoor, Streetdance, koordinatives Bewegungstraining sowie Stressmanagement und funktionelles Training waren einige Themen der fast 30 Workshop-Angebote, die zur Auswahl standen.

Das Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hatte rechtzeitig signalisiert, dass sie die Teilnahme der Pädagogen als Weiterbildungsmaßnahme unterstützt und als Fortbildung anerkennt. Das bestätigte Eckard Drewicke (MBJS) nochmals in seinen Ausführungen während der Eröffnung des Kongresses. Er führte u. a. aus, dass der Schulsport der wichtigste Bereich sei, um Kinder und Jugendliche zu motivieren. Deshalb gelte es, die in Ausarbeitung befindlichen neuen Rahmenlehrpläne so zu gestalten, dass sie den Sportunterricht in den Schulen grundlegend verändern.
Die Teilnehmer begrüßten insbesondere die Nähe zum Vereinssport, der auch Schülerinnen und Schüler am Nachmittag Bewegungs- und Sportangebote in den Vereinen ermöglicht. Über die Plattform „activity school“ können Sport- und Bewegungsangebote der Vereine eingestellt werden, um weitere Zielgruppen für den Vereinssport zu gewinnen.
 
Der MTB ist sich seiner Verantwortung bewusst
MTB-Präsidentin Birgit Faber begrüßte als Gastgeberin des Kongresses Vertreter des Landessportbundes Brandenburg (LSB), der ESAB und des Präsidiums des MTB. Sie dankte allen Sponsoren und Kooperationspartnern, ohne deren Unterstützung dieser Kongress nicht möglich wäre. Das gelte auch für das Org.-Team und die Leitung der Beruflichen Schule für Sport und Soziales, die 30 Schüler als Volunteers zur Verfügung      stellte, die an allen drei Tagen von morgens bis abends einen tollen Job machten.
In ihren weiteren Ausführungen machte die MTB-Präsidentin deutlich, „dass es erforderlich sei, alle mitzunehmen, wenn wir Sport für alle gestalten wollen“. Der MTB wisse um diese Aufgabe und sei sich der Verantwortung als Landesfachverband bewusst.

Am Abend des 1. Kongresstages trafen sich Referenten, Teilnehmer und das Org.-Team zum „Brandenburgabend“. Umrahmt von imponierenden Showvorführungen der Turnerinnen des SV Motor Eberswalde und Rock´n Roll-Tänzern aus Königs Wusterhausen wurden angeregte Gespräche zum Geschehen des zurückliegenden Tages geführt. Das galt übrigens auch für die „Aftershow-Party“ zum Abschluss des zweiten Kongresstages, den die Showgruppe des TSV Falkensee künstlerisch umrahmte.
DJ “Stony“ aus Eberswalde heizte mit modernen Rhythmen an beiden Abenden mächtig ein.

Gäste am zweiten Kongresstag
Mit Salsation, Basic Pilates, Sanfter Hatha-Yoga, KAHA und weiteren mehr als insgesamt  50 Workshop-Themen fand der Kongress am Sonnabend und Sonntag seine Fortsetzung. Mehr als 150 „Lernwillige“ waren mit Begeisterung dabei und ließen sich von den Referenten für ihre zukünftige Tätigkeit in den Heimatvereinen inspirieren.
Als Gäste wurden besonders herzlich polnische Referentinnen und aktive Teilnehmerinnen sowie die Geschäftsführerin des Org.-Komitees für das Internationale Deutsche Turnfest 2017, Kati Brenner, und die Bürgermeisterin von Lindow/Mark, Heidrun Otto, begrüßt.

(Besch)