OL - Kulow gewinnt, Lösch verteidigt

Datum: 30.04.18

Über 500 deutsche Orientierungsläufer starteten am vergangenen Wochenende (28.+29.04.) in der Schorfheide nördlich von Berlin bei einem Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz und den Deutschen Bestenkämpfen über die Ultralangdistanz in die nationale Saison.

Der TSC Berlin sorgte für zwei abwechslungsreiche OL-Tage bei intensivem Sonnenschein. Am Sonntag gewann Sören Lösch (USV Jena) wiederholt und deutlich die Ultralangdistanz. Anicó Kulow (Berliner Turnerschaft) holte dagegen relativ knapp den Sieg zu den Bestenkämpfen über „den langen Kanten“.
 
Die Mitteldistanz wies einen Mix aus feinem Relief und zumeist gut belaufbarem, offenem Wald auf. Besonders das feingliedrige Höhenbild war teilweise schwer zu interpretieren.
In den Eliteklassen setzen sich über am Samstag die Läufer des USV TU Dresden durch: Kerstin Uiboupin und Wieland Kundisch. Beide werden in einer Woche auch die Europameisterschaft in der Schweiz laufen.
So griffen sie wie andere und etliche Nationalläufer, welche parallel bei der größten Staffelveranstaltung in Schweden am Start standen, auch nicht in die Kämpfe über die Ultralangdistanz am Sonntag ein.
Die Ultralangdistanz erwies sich naturbedingt als lauflastiger gegenüber der Mitteldistanz, wobei gerade zum Ende der Strecken öfter entschieden wurde, ob rein kräftemäßig oder auch zur Sicherheit ein Quergang noch schneller als eine Umlaufroute wäre.
 
Titelverteidigerin Sabine Rothaug vom OSC Kassel wurde diesmal Vierte hinter Anicó Kulow, Sonnhild Grismajer (USV TU Dresden) und Anne Heinemann (SV Robotron Dresden). Während die vier Damen innerhalb von 5min lagen, lief Sören Lösch auf Martin Ahlburg (SV IHW Alex 78 Berlin) einen Vorsprung von fast 17 einhalb Minuten heraus. Karsten Leideck (USV Dresden) komplettierte das Podest hinter den beiden Männern, die auch für Marathon- bzw. 100km-Läufe trainieren.
 
Daniel Härtelt


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