DM Gymnastik und Tanz

Datum: 07.10.14

„You can win …“ the race …“ in abgewandelter Form zu „We can win“ war sicherlich für alle startenden Formationen ein Anspruch oder ein Wunsch, der sich erfüllen sollte. Mit viel Disziplin, die an den Teilnehmern besonders geschätzt wird, rockten die Gymnastinnen, unter die sich immerhin ein Gymnast mischte,

die Fläche mit großer Unterstützung vom Publikum und anerkennender Fairness zur Konkurrenz für die gezeigten Leistungen. In der Fritz-Husemann-Halle in Witten starteten am 4. und 5. Oktober 2014 34 Vereinsgruppen in der Fritz-Husemann-Sporthalle in Witten in drei Kategorien Jugend, 18+ und 30+. In den Pausen klang es von Mädels diverser Teams  übereinstimmend: „Wir sind stolz und glücklich, bei einer Deutschen Meisterschaften starten zu dürfen und geben unser Bestes!“

Favorit bei der Geräteauswahl war der Reifen, vorzugsweise kombiniert mit dem Ball, weniger mit den Keulen, ein paar Bändern und zweimal mit Seilen. Der Trend, auch in der Gymnastik eine Thematik zugrunde zu legen, nimmt erkennbar zu. Bei der Ausführungsnote für Körper- und Gerätetechnik hatten die Teams mit RSG-Erfahrung auf hohem Bewegungsniveau deutlich den größeren Vorteil.

Mit viel Kreativität präsentierten die Formationen ihre Tanzchoreografien zu den unterschiedlichsten Themen, oft mit „langer Vorgeschichte“, die auf die Darstellung neugierig machten. Gefragt waren neben Film-Musiken und wenig klassischen Titeln  Rock- und Pop-Klassiker wie z.B. „Music“ von John Miles, über Medleys von Michael Jackson und Freddy Mercury’s Queen bis hin zu Modern Talking und Gangnam Style.

Mit einem Abstand von mehr als 5 (!) Punkten war die BTV Selection vom Blumenthaler TV (LTV Bremen) der überlegenste Deutsche Meister in der Altersklasse 30+ vor den All-Stars der SG Dahner Felsenland (Pfalz) und Impulse vom Wilhelmshavener TB 1880 (Niedersachsen), die besonders mit ihrer rockig-poppigen Tanzgestaltung gefielen. Die Gerätefinals am Sonntag ergaben die gleiche Platzierung.

Im Wettkampf der Gymnastinnen 18+ gestaltete sich das Ergebnis äußerst eng. Auf dem Siegertreppchen ganz oben fand sich der völlig überraschte TSV Stein 1875 (Bayern) vor RSG Merzig (Saarland) und TSV Graben (Baden) wieder. Diese Überraschung wurde schließlich noch getoppt von der Korrektur eines Rechenfehlers, der auch der RSG Merzig den Titel des Deutschen Meisters verlieh. Beim Gerätefinale verwiesen La Spré TV 1862 Langen (Hessen) mit einer Reifen-Ball-Gestaltung die drei Erstplatzierten auf die Plätze. Der Tanz von den begeisternden Rythmic Show Girls TuRa Rüdinghausen (Westfalen) entführte nicht nur in die Filmwelt 20th Century Fox nach Hollywood, sondern auch zum Sieg des Bundesfinals.

Team I vom TSC Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) war bei der Jugendmeisterschaft Gymnastik und Tanz, sowie in beiden Finals nicht zu erreichen. Ihre Vereinskolleginnen Team II und Desdemona vom TSV Stein 1875 verwiesen sie mit zwei Tageshöchstwerten für ihre großartigen Choreografien auf die Plätze.

Einen großen Dank sprach Ursula Born, TK-Vorsitzende Gymnastik/RSG, an die TuRa Rüdinghausen aus, vertreten durch Daniela Fege und mit einem Blumen-Bukett an Elke Lobenstein für die optimale Betreuung und Organisation „hinter den Kulissen“. Danke an alle DTB-Mitarbeiter und an das Kampfgericht. Die Gesamtleitung des Wettkampfes lag in den Händen von Ulrike Korb, die Kampfrichterleitung bei Manuela Poppe. Mit besonderer Freude begrüßte die wie immer fachlich sichere Moderatorin Margit Rüggeberg neben örtlichen Vertretern des Sports und der Politik Dorothee Hartmann vom DTB Bereichsvorstand Sport Veranstaltungen und Wettkämpfe.

Highlights zum Mitmachen war der unvermeidliche „flashmob“ und zum Zuschauen die Show „Divine… göttlich…“ der Gruppe PerSe! von der DJK Lenkerbeck aus Marl.

Alle Ergebnisse des Wochenendes finden Sie hier.

Helga Cossmann