OL-WM: Mitteldistanz

Datum: 13.07.14

Unterschiedliche Bilanzen bei den deutschen Startern im Mitteldistanz-Rennen bei den Weltmietserschaften in Italien.

Sören Lösch (Bild: Fred Härtelt)

Ausgepumpt und völlig entkräftet lag der Norweger Olav Lundanes minutenlang im Zielbereich von Campomulo. Nach einem technisch und physisch hochkarätigen Wettkampf stand sowohl im Damen- als auch im Herrenrennen ein skandinavischer Sieg fest. Sören Lösch (USV Jena) zeigte als bester Deutscher in Italien auf 1800m Höhe eine bärenstarke Leistung.
Es war wohl genau das Quäntchen Glück, was sich Sören Lösch im Laufe der Jahre erarbeitet hat. Nach einem kontrollierten Start wurde der Jenaer Orientierungsläufer am 5. Posten vom Esten Lauri Sild eingeholt.
 
Sören Lösch nutzte die Gunst der Stunde und bestritt gemeinsam mit dem Esten den Rest der Mitteldistanz, wobei auch der Jenaer Orientierungsläufer Führungsarbeit leistete. Im Gesamtklassement bedeutete dies den 24. Rang im Herrenrennen. Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) ärgerte sich im Ziel über eine Routenwahl, konnte sonst aber kaum Fehler benennen. Am Ende des Wettkampfes stand ein 42. Platz zu Buche.

Ganz vorn an der Spitze spielte sich der erwartete Kampf zwischen Frankreich, Norwegen und der Schweiz ab. Der Schweizer Fabian Hertner konnte mit einer starken Schlussschleife noch auf den Silberrang laufen konnte. Auf den dritten Platz lief der in den letzten Rennen schon sehr starke Oleksandr Kratov (Ukraine). Ganz vorne sah es lange nach einem engen Zweikampf zwischen Olav Lundanes und Thierry Geourgiou (Frankreich) aus, wobei der Franzose im Laufe der Mitteldistanz seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte. Im Ziel stand dann aber fest, dass die Goldmedaille nach Norwegen geht und Frankreich aufgrund eines fehlenden Postens an diesem Tag leer ausgehen wird.
 
Vor den Herren konnten die zahlreichen Zuschauer im Skistadion von Campomulo schon eine sehr intensive Mitteldistanz der Damen erleben. Da in beiden Klassen die besten Läufer der roten Gruppe jeweils zuletzt starteten, wurde es vor allem gegen Ende jeder Entscheidung richtig laut in der Arena. Ida Bobach (Dänemark) zeigte im einen starken ersten Abschnitt und führte auch bei der Sichtstrecke nach zwei Dritteln der Bahn. Im direkten Vergleich konnte nach verhaltenem Beginn Annika Billstam (Schweden) kurz vor Schluss erstmals die Führung erobern, baute diese bis ins Ziel weiter aus und holte Gold vor Bobach. Auf dem Bronzerang lief die schwedische Mannschaftskameradin Tove Alexandersson.
 
Die deutschen Starterinnen zogen auch heute eine unterschiedliche Bilanz. Susen Lösch (USV Jena) berichtete von einer ordentlichen Leistung im alpinen Gelände, welches als oft steinig mit überwiegend offenem aber steilem Nadelwald charakterisiert werden konnte. Aufgrund der Anzahl der Wettkämpfe fühlte sich die Jenaer Orientierungsläuferin aber nicht mehr taufrisch. Monika Depta (OLG Siegerland) konnte zumindest läuferisch von einem vernünftigen Wettkampf sprechen. Nach einem Parallelfehler am 3. Posten hieß es bis ins Ziel allerdings nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben und den Wettkampf vernünftig zu Ende zu laufen.

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