Rhönrad WM: 15x Gold für Deutschland

Datum: 15.06.15

Mit 15x Gold, 13x Silber und 6x Bronze fährt das deutsche Team von den Weltmeisterschaften im Rhönradturnen nach Hause.

Ida Wassilew war die Überraschung dieser WM. Mit zwei Silbermedaillen fuhr sie nach Hause. Foto: Bart Treuren

Es geht wieder aufwärts im deutschen Team. Mit 15 Goldmedaillen fahren die DTB Sportler aus dem italienischen Lignano wieder nach Hause. Damit können sie ihre Medaillenbilanz gegenüber der WM 2013 in Chicago wieder etwas aufpolieren und machen (fast) den verlorenen Team-World-Cup in Berlin im vergangenen Jahr vergessen. Ein persönlicher Bericht von Henning Henningsen:

Nach dem Debakel um den verlorenen Team-World-Cup in Berlin im vergangen Jahr, hat das deutsche Team wieder zu alter Form und Stärke gefunden. Viele „alte Hasen“ sind aus dem Team ausgeschieden, dafür neues, junges, frisches Blut nachgerückt.

Mit Lilia Lessel könnte für die kommenden 3-5 Jahre eine Turnerin im Team sein, die für diverse Medaillenhoffnungen sorgen kann. Yana Looft und auch Jasmin Schönbach haben mit ihren Gold- und Silbermedaillen in den Einzelfinals bewiesen, dass es auch „Neulingen“ gelingen kann das Feld ordentlich aufzumischen. Und auch die erfahrene Sarah Metz konnte sich im Sprung die verdiente Medaille für die letzten Monate harter Arbeit abholen. Aus deutscher Sicht lässt sich das Ergebnis also durchaus sehen.

Selbst bei den Männern geht es aufwärts. Für Marcel Schawo hätte es fast (0,05 Punkte) zu einer Goldmedaille im Mehrkampf gereicht. Bei drei Disziplinen und so einem geringen Abstand hätte es durchaus auch zwei, bzw. drei Weltmeister verdient. Marcel hatte mit nur 0,05 Punkten Abstand den Japaner Yasuhiko Takahashi vorbeiziehen lassen müssen, hielt aber seinerseits Tamura Motonobu (ebenfalls aus Japan) mit 0,05 Punkten auf Distanz. Für die Goldmedaille bei den Männern sorgte am Ende noch Max Brinkmann, der sich den Titel in der Spirale sichern konnte.

Die Jugendturner, ja… was soll man dazu sagen? „Exzellent“ könnte eine Beschreibung sein. An Kira Homeyer kommt bei den Turnerinnen eben keine vorbei. Mit 4 Goldmedaillen im Gepäck fährt sie zurück nach Taunusstein. Wenn man sich dazu noch die Wertungen anschaut, dann wird dieses wohl auch für die kommende WM in Cincinnati (USA) so bleiben. Für Luca Christ und Carsten Heimer war es ebenso eine erfolgreiche, goldene WM Woche in Lignano.

Auch bei den Cyr-Wheelern im deutschen Team lief es rund. Svea Hünnig konnte ihren Titel aus Chicago verteidigen und Hauke Narten seine Silbermedaille zu einer goldenen „upgraden“.

Und am Ende ist da noch der Weltmeistertitel im Mannschaftsfinale, welches Deutschland erneut gewinnen konnte.

Was will man also mehr erreichen? Diese Frage muss sich das TK in den kommenden Monaten stellen, um die Weichen für Cincinnati 2016 richtig zu stellen!

Weitere Berichte von den Weltmeisterschaften im Rhönradturnen sind unter www.rhoenrad-dtb.de zu finden

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