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DTL: Schwäbisch Gmünd ist zurück

Datum: 11.12.17

TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau und der "Hero de Janeiro" Andreas Toba sind zurück in der Bundesliga. Die Schwaben ließen am Samstagabend (09.12.2017) beim Aufstiegsfinale in der Sporthalle Schwäbisch Gmünd mit 69:15 nicht den Hauch einer Chance.

Schwäbisch Gmünd-Wetzlar/ Foto: Rudi Brand

Singen war nur am Boden und am Barren auf Augenhöhe, an Ringen und Reck ging der Tabellenführer der Südstaffel dagegen völlig leer aus. Toba und sein Teamkollege Helge Liebrich teilten sich mit jeweils 15 Scorepunkten die Topleistung des Tages und fuhren fast die Hälfte der Punktausbeute ein. 

Der "Hero" zeigte sich nach der vollbrachten Wiederaufstiegs-Mission erleichtert. "Wir sind als klarer Favorit ins Rennen gegangen und dementsprechend hatten wir auch eine schwere Last zu tragen. Es überwiegt nun eine Freude, die unbeschreiblich ist", sagte er. Mannschaftskollege Liebrich erklärte, was die besondere Gemeinschaft beim TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau ausmacht: "Der Kern unserer Mannschaft bleibt seit Jahren über immer bestehen. Diese Geschlossenheit zeichnet uns aus", betonte der 29-Jährige, der selbst bereits sein halbes Leben für den TV Wetzgau an die Geräte geht.

Sein zwei Jahre jüngerer Teamgefährte ging eineinhalb Jahre nach seinem Kreuzbandriss und der darauffolgenden langen Leidensgeschichte in Schwäbisch Gmünd wieder mit vier vollen Übungen an den Start. Am Barren konnte er zwar seine Leistung nicht optimal abrufen, gab sich aber kämpferisch. "Ich möchte im nächsten Jahr wieder an sechs Geräten turnen und zeigen, dass ich ein guter Mehrkämpfer bin", kündigte er an. 

Einen großen Teil zum Erfolg haben die über 1000 Fans und Zuschauer in der Gmünder Sporthalle beigetragen. Darüber waren sich nicht nur die beiden Turner einig. "Es war die beste Entscheidung, den Wettkampf nach Schwäbisch Gmünd zu holen", glaubt Liebrich. TV-Trainer Trainer Paul Schneider blickte nach der erfolgreichen Rückkehr ins turnerische Oberhaus wieder optimistisch und voller Tatendrang in die Saison 2018: "Unsere Mannschaft bleibt so zusammen und ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr auch in der 1. Bundesliga ganz vorne mitmischen können", sagte er.

Bereits am Nachmittag ging es in zwei weiteren spannenden Duellen um die Zugehörigkeit zur 2. Turn-Bundesliga: Dort gewann Tabellenführer Eintracht Frankfurt gegen die TG Hanauerland deutlich mit 74:10. Wesentlich enger ging es im Duell des VfL Kirchheim/Teck und der TV Großen-Linden zu: dort behielt das Turnteam aus Linden 38:32 die Oberhand. In Kirchheim/Teck durfte man sich aber trotzdem freuen: Denn aufgrund des Rückzugs des TV Herbolzheim aus der zweiten Bundesliga Süd gab es noch einen dritten Platz zu vergeben. Und den sicherten sich die Schwaben aufgrund der höher geturnten Punktzahl im Vergleich mit der TG Hanauerland. 

Beim Auftakt am Morgen, bei dem sieben Teams um Aufstieg oder Verbleib in die 3. Bundesliga kämpften, hatte der MTV Ludwigsburg mit 281,25 Punkten vor dem TV Isselhorst von 1894 (270,95) die Nase vorn. Auf Platz drei und damit den Aufstieg in die dritte Liga schaffte auch der TSV Unterföhring (270,60). Den bitteren Gang in die Landesligen müssen die Teams des USC München (269,95) und der TSG Sulzbach (265,10) antreten, denn die Plätze vier und fünf reichten nicht für einen Verbleib in der 3. Bundesliga der Deutschen Turnliga.