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Hambüchen beendet nationale Karriere

Datum: 04.12.17

Was Fabian Hambüchen mit seinem Abschiedsgeschenk der Deutschen Turnliga und deren Ausstatter genau anfangen wird, hat der 30-Jährige noch nicht endgültig entscheiden.

Fabian Hambüche (Foto: Picture Alliance)

Eine Minute vor der Siegerehrung hatten sie Deutschlands scheidenden Vorturner noch mit einem original Magnesiakübel der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro 2016 überrascht, dem Ort seines größten sportlichen Triumphs. «Ich habe schon ein Rio-Reck, jetzt habe ich noch einen original Rio Magnesiatopf. Tolle Idee», freute er sich und machte sich spontan Gedanken über den Einsatzzweck des neuen Geräts.

«Die Frage ist, ob man den tatsächlich dafür benutzt oder ob man da Eis und gekühlte Getränke reinstellt», überlegte er und spann den Gedanken sofort weiter: «Oder ihn als Vase nimmt? Die Blumen haben da eben auch super hineingepasst. Mal schauen. Vielleicht stellen wir den Topf auch zu meinen Eltern nach Hause», überlegt er dann.

Die Übung am Reck, die er ursprünglich noch risikoreicher hatte turnen wollen als bei den Spielen, wurde eine sichere Angelegenheit. «Aus taktischen Gründen, weil es besser für die Mannschaft war», verriet er hinterher. Der Mehrzahl der 3000 Zuschauer war das jedoch egal, sie feierten Hambüchen am Ende seiner Übung und der zeigte sich gerührt. «Da war schon ein bisschen Pippi in den Augen. Da war viel Wehmut dabei», räumte er ein. «Denn mit dem Reck verbinde ich einfach alles. Mein Weltmeistertitel, der Olympiasieg, die ganzen EM-Titel, viele deutsche Meistertitel», sagte er.

Wie Hambüchens Zukunft genau aussehen wird, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. «Mit der Bekanntgabe meines Rücktritts zwinge ich mich schon ein bisschen. Ich kann ja nicht die Leute verarschen und sagen, ich fange übermorgen wieder an mit dem Training und starte mein Comeback. Das macht ja gar keinen Sinn», sagt er. Er freue sich auf spontane Entscheidungen für einen Kinobesuch oder in der Therme. «Da wo ich vorher auf die Uhr geschaut und überlegt habe, dass morgen früh wieder Training ist, wo ich wieder fit und frisch sein muss.
Dieses Stück Freiheit zu genießen, da freue ich mich am meisten drauf», sagte er.