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Drei Medaillen beim Toyota-Cup

Datum: 09.12.17

Die Kölnerin Sarah Voss kehrt mit zwei Medaillen vom Toyota International Competition aus Japan zurück. Philipp Herder holt Bronze am Reck.

Sarah Voss (rechts) im Kreis der Medaillengewinnerinnen am Boden.

Die 18-jährige Voss musste sich gleich zum Auftakt am Sprung mit 14,133 Punkten nur der Japanerin Sae Miyakawa (14,249) geschlagen geben. Gemeinsam auf Rang drei landeten Mai Murakami (Japan) und die Kanadierin Elsabeth Black (je 14,049). Bundestrainerin Ulla Koch war voll des Lobes: "Sarah hat endlich mal gezeigt, was sie kann", sagte die Bergisch Gladbacherin.

Auch am nächsten Tag stand die Athletin des Turnzentrums Deutsche Sporthochschule Köln noch einmal auf dem Podest. Am Boden reichte es mit 13,033 Punkten für Bronze hinter Murakami (14,333) und deren Landsfrau Aiko Sugihara (13,266). Dazu kamen nach einem Sturz nach dem Bückumschwung am Stufenbarren (12,10) sowie leichten Unsicherheiten am Schwebebalken (12,633) noch zwei achte Plätze. "Sarah hat die Zielstellungen voll erfüllt", lobte Koch die DTB-Turnerin, die mit 52,366 Punkten im Mehrkampf ihr bislang bestes Ergebnis in diesem Jahr erreichte. Auskosten konnte die Schülerin den Erfolg nur begrenzt: Noch vor dem Abschlussbankett am Abend schrieb sie in ihrem Hotelzimmer eine Klausur für den Leistungskurs Erdkunde.

Beeinträchtigt von einer starken Erkältung war die zweite deutsche Starterin in den Wettkampf in Toyota City gegangen. Helene Schäfer (TuS Chemnitz-Altendorf) belegte am Stufenbarren mit einer guten Leistung und 12,733 Punkten Rang sechs, am Schwebebalken nach einem spektakulären Absteiger mit 11,333 Punkten Rang 13 sowie am Boden nach einem Sturz in der letzten Bahn mit 11,166 Zählern Rang elf. 

"Es war ein schöner Wettkampf in einer sehr guten Atmosphäre, mit tollen Gastgebern und einem starken Teilnehmerfeld bei den Frauen", resümierte Koch.

Herder Dritter am Reck

Philipp Herder gewinnt Bronze am Reck beim Toyota-Cup 2017Bei den Männern war beim Jahresabschluss in Japan nur der Berliner Philipp Herder am Start. Lange musste der WM-Mehrkampffinalist darauf warten, bis er sich einen Podestplatz verdient hatte. Denn erst am Reck, wo er trotz Problemen beim Stand nach dem Abgang mit 11,90 Punkten den dritten Platz hinter den beiden Japanern Hidetaka Miyachi (14,20) und Kenzo Shirai (14,125) belegte, war es so weit. Zuvor schrammte der 25-Jährige gleich dreimal als Vierter an einer Medaille vorbei: am Boden, wo der deutsche Meister nach einer ordentlichen Übung im Ausgangswert zwei Zehntelpunkte weniger als erwartet bekam und 13,225 Punkte erreichte, an den Ringen (13,425) und am Barren (12,85), wo er nach dem Abgang ebenfalls nicht gut landete.