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Turn-Weltcup-Finale in Tokio

Datum: 14.04.18

Elisabeth Seitz sichert sich beim Weltcup-Finale der Mehrkämpferinnen in Tokio den Gesamtsieg und eine Prämie in Höhe von 25 000 Schweizer Franken.

Elisabeth Seitz / Foto: DTB

Die Stuttgarterin belegte bei dem Turnier in Japan mit 52,299 Punkten den fünften Platz. Das reichte, um die Gesamtwertung für sich zu entscheiden. Die vor der Reise zum Finalturnier führende Russin Angelina Melnikowa hatte ihren geplanten Start dort abgesagt.

Bei den Männern kam der Chemnitzer Andreas Bretschneider mit 80,298 Punkten ebenfalls auf den fünften Rang. Für die Gesamtwertung spielte der 28-Jährige keine Rolle, da er beim DTB-Pokal in Stuttgart mit einer Wildcard angetreten war und so keine Berücksichtigung im Punkteranking fand.

Eli Seitz schmeißt 'ne Runde

Beide DTB-Vertreter waren mit ihrem Auftritt in Tokio zufrieden. Seitz verbuchte an ihrem Paradegerät Stufenbarren mit 14,633 Punkten die mit Abstand beste Wertung im Feld, musste aber bei einem gymnastischen Sprung den Schwebebalken verlassen (11,40). "Das hat mich gewundert", sagte die 24-Jährige. Denn das Element bereite ihr in der Regel keine Probleme. Doch auch ohne dieses Missgeschick wäre ein Platz weiter vorne laut Bundestrainerin Ulla Koch kaum möglich gewesen. Zu Rang vier fehlten Seitz fast eineinhalb Punkte. Den Gesamtsieg habe sich die EM-Dritte am Barren aber redlich verdient. "Sie war bereit, das alles auf sich zu nehmen", sagte die Teamchefin mit Blick auf die insgesamt drei Starts ihrer Turnerin in der Serie. "Und sie hatte Spaß dabei."

Für Bretschneider bedeutete die Leistung in Japan "einen weiteren Schritt nach vorne", wie Trainer Sven Kwiatkowski urteilte. Der Olympiateilnehmer zeigte sich am Boden (13,90) und an den Ringen (13,333) im Vergleich zu Stuttgart verbessert, stand am Sprung einen Roche (14,066) und hing auch das von ihm kreierte Flugelement am Reck (13,966). Allerdings unterliefen Bretschneider am Königsgerät und bei der Felge mit halber Drehung am Barren (12,733) auch Fehler. "Der Wettkampf hat sich mit sieben Stunden ziemlich in die Länge gezogen", erklärte der Turner. Da sei es nicht einfach gewesen, die Konzentration hoch zu halten.

Grund zum Feiern gab es aber am Abend genug. Eli Seitz wollte auf jeden Fall die erste Runde schmeißen. "Das sollte schon drin sein", scherzte sie.

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