GutsMuths wird 250

Nationaler Festakt in Schnepfenthal

Der Geburtstag des Mitbegründers des Turnens, Johann Christoph Friedrich GutsMuths, jährt sich am 9. August 2009 zum 250. Mal. Aus diesem Anlass würdigen an diesem Tag die Landessportbünde Thüringen und Sachsen-Anhalt im Beisein von DTB-Vize-Präsidentin Annette Hofmann GutsMuths mit einem Nationalen Festakt in Schnepfenthal.

Der Festakt ist der Auftakt zu einer GutsMuths-Woche mit zahlreichen Veranstaltungen. In Quedlinburg, der Geburtsstadt GutsMuths, gibt es sogar eine ganze Festwoche, in der sich der hiesige Kreissportbund Harz und die TSG GutsMuths sowie das GutsMuths Gymnasium präsentieren. 

 

Weltweit stärkster Einfluss

Johann Christoph Friedrich GutsMuths engagierte sich bei der sportlichen Betreuung von Kindern und Jugendlichen und befasste sich in seinem großen Werk „Gymnastik für die Jugend“ mit dem Grundgedanken der „Körperbildung" in der Schule. Er lebte zeitgleich mit Turnvater Jahn, integrierte sich allerdings nicht wie dieser in das politische Geschehen, wodurch seine Lehren im wilhelminischen Kaiserreich nicht anerkannt wurden.

Dennoch habe er „mit seinen Leibes-Übungen weltweit den stärksten Einfluss ausgeübt“, so Prof. Dr. Dr. Gertrud Pfister, ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Turner-Bundes. Lehrer und andere Interessenten seien aus vielen Ländern zu seiner Wirkungsstätte nach Schnepfenthal gepilgert, „um vor Ort in die